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Johanniter suchen dringend Freiwillige

Besuchsdienst der Johanniter Johanniter suchen dringend Freiwillige

Einsamkeit macht vielen Senioren und Seniorinnen zu schaffen. Die Johanniter gründeten deshalb einen Besuchsdienst. Dort melden sich Freiwillige, um an Alterseinsamkeit leidenden Senioren Gesellschaft zu leisten.

Seniorin Frau Neumann freut sich immer, wenn Studentin Ann-Sophie Oelschläger jeden Mittwoch in der Tagespflegeeinrichtung der Johanniter zu Besuch ist.

Quelle: Anja Schneider

Heidenau. Anne-Sophie Oelschläger ist 21. Gerade bastelt sie mit zwei 88-jährigen Damen Papierblumen. Es wird viel gelacht. Gisela Giesa und Helgard Neumann sind zweimal pro Woche in der Johanniter Tagespflege in Heidenau zu Gast. Vor allem mittwochs gehen sie gerne hin, denn dann treffen sie auf Anne-Sophie. „Als wir bei meinem MDR-Praktikum einen Beitrag über ein Hospiz gemacht haben, fing ich an, übers Leben nachzudenken“, erläutert die Lehramtsstudentin, wie sie zu ihrem Ehrenamt kam. „Ich wollte helfen und habe von der Johanniter-Einrichtung gehört“. Seitdem ist sie jeden Mittwoch in der Tagespflege, um älteren Menschen ein paar Stunden Gesellschaft zu leisten.

„So welche wie Anne-Sophie hätten wir gerne mehr“, sind sich die beiden Seniorinnen Gisela Giesa und Helgard Neumann einig – doch die Johanniter suchen händeringend nach Freiwilligen.

Das unterstreicht auch Rita Goldschmidt, die Koordinatorin des Besuchsdienstes: „Wir haben zu wenig Personal“, stöhnt sie. „Im Moment haben wir in der Einrichtung nur Anne-Sophie als Freiwillige, die einmal pro Woche kommt. Ideal wäre ein Freiwilliger pro Tag.“ Sie wünsche sich vor allem mehr Männer, die mit den älteren Herren ein paar Runden Skat kloppen oder über Fußball philosophieren könnte. „Man muss ja hier keine Stunden zubringen. Wenn es nur eine halbe Stunde Spazierengehen ist, hilft das schon sehr,“ so Goldschmidt. Das Feedback der Besucher gibt ihr Recht. Die Ehrenamtlichen würden ihr immer wieder berichten, dass sie in guter Stimmung nach Hause gehen.

Gute Stimmung herrscht nicht nur bei den Freiwilligen des Besuchsdienstes, sondern vor allem bei den Senioren. „Wir hier in der Tagespflege sind eine große Familie und eine Truppe, die noch mitmachen kann“ bestätigt Helgard Neumann. Die 88-jährige fügt grinsend hinzu: „Meine Familie hat gesagt, seitdem ich bei den Johannitern bin, wäre ich richtig munter geworden.“

Das ist ein gutes Zeichen, denn wenn alle bester Laune sind, bekommen auch die Ehrenamtlichen viel zurück, meint Rita Goldschmidt. „Natürlich muss auch der Besucher sich wohlfühlen, um ein gutes Gefühl vermitteln zu können.“

Doch was geschieht, wenn sich Helfer und Gastgeber nicht verstehen? „So etwas ist mir bisher nur einmal passiert. Die Leute, die besucht werden wollen, haben in der Regel Einfühlungsvermögen. Sonst würden sie sich, denke ich, nicht dafür melden“, erklärt Goldschmidt. Dies sei auch eine der wenigen Voraussetzungen, um sich für den Besuchsdienst anmelden zu können. Wenn es nach Gisela Giesa und Helgard Neumann geht, ist noch eine andere Fähigkeit besonders wichtig: „Wir älteren Leute wollen uns mitteilen. Da tut es gut, wenn man mit jemandem redet, der gut zuhören kann.“ Grundsätzlich kann jedoch jeder mitmachen, es sind keine besonderen Qualifikationen vonnöten.

Natürlich kommt der Besuchsdienst auch nach Hause. Die Johanniter bilden die Helfer sogar extra aus, damit sie im medizinischen Notfall vorbereitet sind und erste Hilfe leisten können. Das lässt vor allem die Gastgeber ruhiger schlafen. „Auch hier in der Tagespflege sind wir in guten Händen“, meint Helgard Neumann mit einem vielsagenden Blick Richtung Anne-Sophie, die Gisela Giesa kichernd dabei hilft, sich eine gebastelte Blume in die Haare zu stecken.

Die nächste Ausbildung findet am 28. und 29. April statt, der Anmeldeschluss ist
der 10. April. Wer Interesse hat zu helfen, kann sich dienstags von 10 bis 18 Uhr telefonisch unter 0352 952 666 404 oder 0157 535 958 19 melden.

Von Nicolaus Seiler

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