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Jägermeister bringt sein Herzstück nach Kamenz

Jägermeister bringt sein Herzstück nach Kamenz

Die Mast-Jägermeister SE hat in Kamenz ein neues Eichenholzfasslager eröffnet. Damit kann jetzt wie am Hauptsitz Wolfenbüttel auch am Kamenzer Standort der Grundstoff für die Herstellung des beliebten Kräuterschnapses gelagert werden.

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Da ist noch viel Platz: Jägermeister-Vorstandssprecher Paolo Dell' Antonio nahm das neue Lager mit zehn Fässern in Betrieb. Am Ende sollen es 80 sein.

Quelle: Uwe Menschner

56 verschiedene Kräuter, Blüten und Früchte verleihen dem Kräuterlikör aus der grünen Jägermeisterflasche - zusammen mit Alkohol und Wasser - seinen charakteristischen Geschmack. Die genaue Zusammensetzung ist streng geheim. "Bislang konnten wir den Jägermeister-Grundstoff nur an unserem Hauptsitz in Wolfenbüttel lagern", erklärt Paolo Dell' Antonio, Vorstandssprecher der Jägermeister-Mast SE. Mit der jetzt abgeschlossenen, zirka 3,5 Millionen Euro teuren Investition besteht diese Möglichkeit auch in Kamenz - "dies ist ein bedeutender Gewinn für unsere Produktionssicherheit, da die Risiken besser verteilt werden", wie Dell' Antonio betont. Und weiter: "Damit dokumentieren wir die Bedeutung des Kamenzer Werkes, denn wir bringen ein Herzstück der Jägermeister-Herstellung an den Standort." Die Eichenholzfässer sind von zentraler Bedeutung für die einjährige Reifung des Grundstoffes. "Die Lagerung stellt besondere Anforderungen an die Quali- tät des Holzes, denn es soll nicht zu viel Sauerstoff durchlassen. Schließlich wollen wir keinen Holzgeschmack in unserem Produkt", sagt der Vorstandssprecher.

Bislang beherbergt das neu errichtete, 1500 Quadratmeter große Lagergebäude zehn Fässer mit einem Fassungsvermögen von jeweils 10 000 Litern. Jährlich sollen drei bis vier weitere Fässer hinzukommen, bis die Kapazität von insgesamt 80 Fässern ausgeschöpft ist: "Man kann sich ausrechnen, dass dies ein sehr langfristiger Prozess ist."

Der Bau des Eichenholzlagers ordnet sich ein in eine ganze Kette von Investitionen, die die Jägermeister-Mast SE in den letzten Jahren in Kamenz getätigt hat. So baute das Unternehmen 2012 eine Abfüllanlage für 20-Milliliter-Flaschen ein, die eine ältere Anlage für 40- und 100-Milliliter-Flaschen ersetzte. Die anderen beiden Linien füllen in 0,35- und 1-Liter-Flaschen ab. Bereits 2010 nahm Jägermeister ein neues Alkohollager in Betrieb. Für den Kamenzer Oberbürgermeister Roland Dantz (parteilos) ist das Unternehmen ein "verlässlicher Partner, der bei der Besiedlung unseres Gewerbegebietes eine Pilotfunktion übernahm und bis heute fest zu unserer Stadt steht."

2013 passierten etwas mehr als 17 Millionen Liter Kräuterschnaps in 41 Millionen Flaschen das Werkstor. Damit steuerten die 68 in Kamenz beschäftigten Mitarbeiter (von insgesamt 550 des Konzerns im Jahresdurchschnitt 2013) etwa 26 Prozent zur Gesamtproduktion von fast 64,5 Millionen Litern bei. Der weltweite Absatz konnte 2013 im Vergleich zu 2012 um 3,5 Prozent gesteigert werden. 58 Prozent entfielen auf Europa, 42 Prozent auf außereuropäische Märkte, von denen die USA und Kanada die wichtigsten sind. "Insgesamt beliefern wir 100 Länder", so Vorstandssprecher Paolo Dell' Antonio. Die Umsatzerlöse der Mast-Jägermeister SE beliefen sich 2013 auf circa 461 Millionen Euro, was gegenüber 2012 (440,5 Millionen Euro) einer Steigerung um fast fünf Prozent entspricht.

www.jaegermeister.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.11.2014

Uwe Menscher

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