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Insolvenzverfahren eröffnet

Finanzielle Schieflage der Flight Design GmbH Insolvenzverfahren eröffnet

Das Amtsgericht Cottbus hat das Insolvenzverfahren über die Flight Design GmbH eröffnet. Das Unternehmen mit Sitz in Wildau (Landkreis Dahme-Spreewald) und einem Produktionsstandort in Kamenz war nach einem Zahlungsausfall in finanzielle Schieflage geraten.

Die Flight Design GmbH ist am Kamenzer Flugplatz ansässig.

Quelle: Archiv

Kamenz. Das Amtsgericht Cottbus hat das Insolvenzverfahren über die Flight Design GmbH eröffnet. Das Unternehmen mit Sitz in Wildau (Landkreis Dahme-Spreewald) und einem Produktionsstandort in Kamenz war nach einem Zahlungsausfall in finanzielle Schieflage geraten.

Vor einem Jahr war die Welt bei der Flight Design GmbH noch in Ordnung. Damals absolvierte der neu entwickelte Viersitzer „C 4“ in Kamenz seinen Erstflug. „Alle Teammitglieder sind sehr glücklich über das Resultat des mühevollen Entwicklungsprozesses“, äußerte sich der Vorstandsvorsitzende Matthias Betsch nach dem erfolgreich absolvierten Testprogramm. Immerhin hatte das Unternehmen seit 2011 auf diesen Moment hingearbeitet. Für den Sommer 2016 rechnete man mit der Zulassung des neuen Flugzeugtyps.

Heute nun befindet sich die Flight Design GmbH in der Insolvenz. Unverschuldet, wenn man den Beteuerungen Glauben schenkt. „Die Geschäftsführung von Flight Design hatte Mitte Februar Insolvenzantrag gestellt, nachdem ein internationaler Kunde eine Forderung im siebenstelligen Bereich nicht beglichen hat – bis heute nicht“, erklärt Knut Rebholz. Der Rechtsanwalt von der in Berlin ansässigen Sozietät Mönning & Partner wurde vom Amtsgericht Cottbus zum Insolvenzverwalter bestellt, nachdem er bereits seit Februar als vorläufiger Insolvenzverwalter in dem Verfahren tätig war. Und weiter erklärt er: „Dies hat im Unternehmen zu einem Liquiditätsengpass geführt. Die Geschäftsführung hatte deshalb alternative Finanzierungswege gesucht, um die Zeit bis zum Eingang der ausstehenden Zahlung zu überbrücken. Dies war nicht gelungen.“

Insolvenzverwalter Rebholz sieht allerdings gute Sanierungschancen für die Flight Design GmbH. „Wir sind in intensiven Verhandlungen, um den Geschäftsbetrieb zu finanzieren, damit wir die bestehenden Aufträge bearbeiten können“, erklärt er. Die Verhandlungen seien nicht zuletzt aufgrund der internationalen Kundenbasis „sehr komplex.“ Für Aussagen, wie eine mögliche Restrukturierung des Unternehmens aussehen könne, sei es jedoch noch zu früh. Auch den Einstieg eines Investors schließe man nicht aus. Auf einem für den 15. Juni am Amtsgericht Cottbus anberaumten Gläubigertermin sollen zunächst die angemeldeten Forderungen geprüft und über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden werden.

Flight Design ist nach eigenen Angaben einer der Marktführer bei der Herstellung kompakter Leichtflugzeuge. Neben Kamenz und Wildau verfügt das Unternehmen auch über einen Produktionsstandort in der Ukraine, Lizenzfertigung findet außerdem in Taiwan und China statt. Das Unternehmen hatte zuletzt einen Jahresumsatz von circa elf Millionen Euro und 120 Beschäftigte, davon 20 in Deutschland sowie 100 in der Ukraine. Seit der Gründung im Jahre 1988 lieferte Flight Design etwas mehr als 1 500 Flugzeuge aus.

Von Uwe Menschner

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