Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -7 ° Schneeregen

Navigation:
Google+
Insolventer Uhrenhersteller C. H. Wolf wird aufgelöst

Aus für Glashütter Unternehmen Insolventer Uhrenhersteller C. H. Wolf wird aufgelöst

Für den insolventen Uhrenhersteller C. H. Wolf ist das Schicksal beschlossen. Das Unternehmen aus Glashütte wird aufgelöst. Der Insolventverwalter sah keine Chance auf eine Rettung für die hoch verschuldete Firma.

Edle Uhren aus edlen Materialien: C. H. Wolf baute exklusive Armbanduhren. Aber die Nische war zu knapp bemessen, das Unternehmen kam aus den roten Zahlen nicht heraus.
 

Quelle: Archiv

Glashütte.  Für den insolventen Uhrenhersteller, die C. H. Wolf GmbH, gibt es keine Rettung mehr. Das Aus für das Glashütter Unternehmen ist besiegelt. „Nach intensiver Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse und möglicher Zukunftsaussichten bin ich zum Ergebnis gekommen, dass eine Sanierung des Unternehmens nicht sinnvoll ist. Aus diesem Grund habe ich der Gläubigerversammlung und dem Insolvenzgericht eine Auflösung des Unternehmens empfohlen“, teilte Insolvenzverwalter Helgi Heumann am Mittwoch mit. Am Dienstag kam er mit Gläubigern zu einer Versammlung zusammen. Alle Teilnehmer haben seiner Empfehlung zugestimmt. Bereits Ende Februar wurde der Geschäftsbetrieb eingestellt. 17 Mitarbeiter erhielten die Kündigung.

Die C. H. Wolf GmbH hatte luxuriöse Uhren hergestellt. Für die Zeitmesser griff die Firma auf ungewöhnliche Materialien zurück, wie die Langlaufski, mit denen Eric Frenzel Gold bei den Olympischen Spielen in Sotschi gewann. In den vergangenen zwei Jahren hat der Uhrenhersteller jedoch ein Minus erwirtschaftet. Mit fast zwei Millionen Euro steht er bei seinen Gläubigern in der Kreide. „Um diese Schulden abzubauen, das Unternehmen zu sanieren und am Markt zu platzieren hätte es einer Investition von mehreren Millionen Euro und einer sehr langen Durchhaltekraft bedurft. Keiner der angesprochenen Investoren war bereit dieses Risiko zu tragen“, berichtete Heumann.

Bei der nun anstehenden Auflösung des Unternehmens werden alle noch vorhandenen Anlagen und Wirtschaftsgüter der C. H. Wolf GmbH verkauft. Die dabei erzielten Erlöse, werden nach Abzug der Verfahrenskosten, zwischen den Gläubigern aufgeteilt. „Da relativ wenig Sachanlagen vorhanden sind und auch das Interesse an den noch vorhandenen Uhren eher verhalten ist, gehe ich davon aus, dass die Gläubiger eine Quote im unteren einstelligen Prozentbereich erhalten. Allerdings kann ich die Quote erst nach dem Verkauf aller Unternehmenswerte genau beziffern“, so Heumann. Von den etwa 470 im Bestand vorhandenen Uhren konnte er in den vergangenen Monaten knapp 60 Uhren verkaufen. Die restlichen Uhren sollen jetzt im Paket an einen Händler veräußert werden.

Die C. H. Wolf GmbH hatte am 8. Dezember 2015 einen Insolvenzantrag gestellt, nachdem ein Kapitalgeber seine Zusage für eine Investition in Millionenhöhe zurückgezogen hatte. Das Unternehmen hatte allein in den letzten zwei Geschäftsjahren einen Fehlbetrag von fast 2,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Am 29. Februar dieses Jahres hat das Amtsgericht Dresden das Insolvenzverfahren eröffnet und den Sanierungsexperten Helgi Heuman als Insolvenzverwalter eingesetzt.

Von Silvio Kuhnert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr