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Insolvente Sandsteinwerke: Generalunternehmer weist Vorwürfe der Pirnaer Firma zurück

Insolvente Sandsteinwerke: Generalunternehmer weist Vorwürfe der Pirnaer Firma zurück

Trotz Pleite der Sächsischen Sandsteinwerke GmbH sollen die laufenden Bauarbeiten am künftigen Brandenburger Landtag demnächst fortgesetzt werden. Die BAM Deutschland AG mit Sitz in Stuttgart kündigte am Freitag an, dass die Arbeiten an der Fassade des Potsdamer Stadtschlosses, in dem künftig der Potsdamer Landtag seinen Sitz haben soll, in wenigen Tagen fortgesetzt werden könnten.

Deutsche Presse-Agentur dpa

Der Generalbeauftragte des Projekts wies zugleich die Anschuldigungen des Pirnaer Betriebs zurück, verantwortlich für dessen Liquiditätsprobleme zu sein. Die Sandwerke waren mit Arbeiten an der Außenfassade beauftragt. Der Betrieb in Pirna ist zahlungsunfähig und hat Insolvenzantrag gestellt. Nach Angaben des Firmenbeauftragten Helgi Heumann sollen vor allem ausstehende Zahlungen der BAM dazu geführt haben.

Das Amtsgericht Dresden hat am Freitag das vorläufige Insolvenzverfahren über die Sandsteinwerke eröffnet und wie erwartet Rainer M. Bähr als vorläufigen Sachwalter benannt. Auch der vorläufige Gläubigerausschuss hat bereits getagt. „Die fünf Mitglieder des Gläubigerausschusses sind meiner Empfehlung, das Unternehmen fortzuführen und zu sanieren, gefolgt“, sagte Sanierungsexperte Heumann. „Wir werden unsere Arbeiten fortsetzen. Die vorübergehend ruhenden Baumaßnahmen am Potsdamer Stadtschloss könnten wir, wenn es zu einer Einigung mit unserem Auftraggeber kommt, schnellst möglich wieder aufnehmen.“

Am Dienstag hatte das Traditionsunternehmen seine Arbeiten auf der Potsdamer Baustelle eingestellt - nachdem Gespräche mit der BAM gescheitert waren. Deren Inhalt stellen die Beteiligten unterschiedlich dar: Laut Sandsteinwerke sind für Arbeiten an der Fassade Rechnungen über 1,9 Millionen Euro offen. Die BAM habe das Geld mit der Begründung einbehalten, dass Fristen nicht eingehalten worden seien.

Die BAM widerspricht dem vehement. Die Behauptungen über angebliche Zahlungsrückstände entbehrten jeglicher Grundlage, betonte der Generalunternehmer. „Die Gründe für die Insolvenzantragsstellung sind für BAM im Einzelnen nicht nachvollziehbar und liegen jedenfalls nicht im Verantwortungsbereich von BAM“, hieß es in einer Mitteilung. Vielmehr habe es „erhebliche Zugeständnisse“ gegenüber der Firma gegeben. Obwohl die BAM immer zu Gesprächen bereit gewesen sei, hätten sich die Sandsteinwerke nicht in der Lage gesehen, die Bauarbeiten vertragsgemäß fortzuführen.

Allerdings befindet sich die BAM auch mit dem Potsdamer Finanzministerium im Streit: Gut 18 Millionen Euro fordert der Generalunternehmer zusätzlich von Brandenburg, von denen etwa 10 Millionen strittig sein sollen. Schiedsgutachter wurden eingeschaltet, eine Bewertung soll im Dezember vorliegen. Laut Finanzministeriumssprecher Thomas Vieweg kann dieser Streit nicht mit dem aktuellen in Verbindung gebracht werden: „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.“ Kosten für die Fassaden seien nicht strittig. Der Wiederaufbau des Stadtschlosses wird durch großzügige Spenden des Software-Milliardärs Hasso Plattner unterstützt. Alleine für die Fassade hatte er 20 Millionen Euro gespendet. Nach Angaben des Finanzministeriums ist diese Summe angelegt und wird bei Abnahme des Baus samt Zinsen gezahlt. Das Projekt soll bis Frühjahr 2014 fertig sein.

dpa

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