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Inklusionsmodell Niederlößnitz: Radebeuler Grundschule feiert diese Woche ihr 175-jähriges Bestehen

Inklusionsmodell Niederlößnitz: Radebeuler Grundschule feiert diese Woche ihr 175-jähriges Bestehen

Ein Radebeuler Denkmal feiert Jubiläum. In der Grundschule Niederlößnitz wird seit 175 Jahren unterrichtet. Daran erinnern die 294 Schüler der dreizügigen Schule eine Woche lang.

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Die achtjährige Emilia aus der 3. Klasse der Grundschule Niederlößnitz bastelt in der Projektgruppe "Mit Karl May in die Vergangenheit" eine Kopfbinde.

Quelle: Martin Förster

Nach dem Festauftakt am Montag widmen sich die Schüler noch bis heute in 19 Projektgruppen auch der Geschichte der Schule. Das Schulfest rundet morgen ab 14.30 Uhr die Feier ab. Dort sollen zudem Ergebnisse aus den Projekten vorgestellt, getanzt und Theater gespielt werden.

Die Grundschule blickt auf eine lange Geschichte zurück. Zunächst wurde am Standort in der Winzerstraße in der einst selbstständigen Gemeinde Niederlößnitz unterrichtet. 33 Jahre danach wurde der neue Standort im Ledenweg eingeweiht. Neben dem so genannten "Alten Haus" liegt das "Neue Haus", das laut Schule 1908 den Zillerschen Bau ersetzte. Beide Gebäude werden noch heute genutzt, sind durch die Mittelhalle miteinander verbunden. Zur 150-Jahr-Feier wurde die Schule rekonstruiert, die Turnhalle erneuert.

Doch der Platz wird knapp. Schulleiterin Silke Huge hofft auf langfristig mehr Kapazitäten. Die seien auch nötig, wenn die Grundschule tatsächlich in das Inklusionsmodellprojekt des Freistaats eingebunden wird. Dazu werden sich nach der Festwoche die Behörden von Stadt und Freistaat beraten, so Huge. Es gehe dabei vor allem um Ausstattung, Budget und personelle Unterstützung für das Modellprojekt, bei dem Behinderte weit häufiger an normalen Grund- und Mittelschulen lernen sollen. "Wenn das ganze personell und räumlich gestemmt werden kann, würde ich mich sehr darüber freuen", sagt die Schulleiterin.

Am Ledenweg wird Inklusion bereits seit Jahren praktiziert. "Mit Erfolg", wie Huge sagt. Ein geistig behinderter Viertklässler aus Radebeul lernt seit seiner Einschulung in der Niederlößnitzer Einrichtung. Der Junge wechsele kommendes Schuljahr in die Mittelschule Kötzschenbroda. Die Einrichtung ist genauso wie die Anne-Frank-Förderschule Radebeul Partner. Speziell pädagogisch geschulte Kräfte unterstützen die Arbeit mit drei geistig behinderten Erstklässlern in Niederlößnitz. Die Erfahrungen seien durchweg positiv. "Wer weiß, was die Zeit bringt - vielleicht ist es in 50 Jahren Alltag, dass Behinderte mit Nicht-Behinderten an einer Schule lernen", sagt Huge. "1838 wurde hier zum Beispiel Mädchen verboten, auf dem Schulhof zu turnen." Heute könne man darüber nur den Kopf schütteln, was damals normal war.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.06.2013

Stephan Klingbeil

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