Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Indianer vor der Semperoper – Amerikaner werben für Karl-May-Festtage

Indianer vor der Semperoper – Amerikaner werben für Karl-May-Festtage

Mit traditionellen Tänzen und Liedern haben Oneida-Indianer aus den USA für die 22. Karl-May-Festtage geworben, die an diesem Wochenende in Radebeul stattfinden.

Voriger Artikel
Stadtrat Dresden: LKW-Trasse von der Tagesordnung gestrichen
Nächster Artikel
Kesselsdorf: Diebe stehlen ganzen Sattelzug

Die Oneida-Indianer zeigten traditionelle Tänze.

Quelle: Tanja Tröger

Vor der Dresdner Semperoper präsentierten die Oneidas am Mittwochmittag die überlieferte Kultur ihrer Vorfahren und ernteten staunende Blicke der Passanten.

Unter den acht Tänzerinnen und Tänzern aus dem Bundesstaat New York war auch der Schirmherr der diesjährigen Karl-May-Festtage, Ray Halbritter. Der oberste Repräsentant der Oneida Indian Nation hatte nach einem Besuch in Radebeul im vergangenen Herbst die Schirmherrschaft übernommen. Ihn begleiten die Chiefs – Bleichgesichter nennen sie „Häuptlinge“ – des Wolf- und des Turtle-Clans, Dale Rood und Chuck Fougnier. Die Oneidas gehören zur Volksgruppe der Irokesen. Den Indianern, die Dresden und Radebeul besuchen, liegt die Bewahrung der Kultur und der mündlichen Überlieferungen sehr am Herzen.

Traditionelles und modernes Amerika

Mit den 22. Karl-May-Festtagen feiert Radebeul vom 10. bis 12. Mai „seinen“ Schriftsteller. Das diesjährige Fest steht unter dem Motto „Blutsbrüder“. Das Thema greift die legendäre Verbrüderungsszene zwischen Winnetou und Old Shatterhand auf. Sie zeige symbolisch den Wunsch nach einem friedlichen und freundschaftlichen Miteinander der Kulturen in Karl Mays Werk, so die Veranstalter.

Auf dem Programm stehen unter anderem eine nachgebaute Westernstadt, Line Dance, eine Countrynacht am Freitag und ein „Pow Wow“ mit indianischen Geschichten, Liedern und Tänzen. Die Oneidas bringen zudem den indianischen Meisterkoch Ray George mit, der alle Gourmets zum Zuschauen und Mitschlemmen einlädt. Bei den indianischen Filmnächten präsentiert das Oneida-Filmstudio aktuelle indianische Produktionen, die den Blick der Ureinwohner auf das moderne Amerika zeigen. Studiochef Dale Rood wird an beiden Abenden über den indigenen Film in den USA und über die Herausforderungen des interkulturellen Dialogs sprechen. Der Eintritt zu den Filmnächten ist frei.

Außerdem werden die Landesbühnen Sachsen in der Westernstadt Little Tombstone Szenen aus Karl Mays „Old Surehand“ aufführen. Im „Lößnitz-River“ kann man Gold schürfen, die jüngsten Besucher können sich auf dem Indianerspielplatz austoben. In Radebeul werden sich das ganze Wochenende über Banditen wilde Schießereien liefern, und natürlich wird auch wieder der Santa-Fé-Express überfallen.

Karl-May-Museum kauft Rarität

Anlässlich des Festes verkündete das Karl-May-Museum zudem eine Neuerwerbung: Seit gut einem Monat ist es im Besitz der ersten von Karl May (1842–1912) herausgegebenen Zeitschrift namens „Schacht und Hütte“; „eine absolute Rarität, es gibt nur noch drei Exemplare davon“, sagte Museumschef René Wagner am Mittwoch. Zwischen 1875 und 1876 erschienen insgesamt 52 Hefte, die das Museum in einer gebundenen Ausgabe von einem privaten Sammler erworben hat.

Künftig sollen die Zeitschriften auch öffentlich gezeigt werden. Zuvor muss allerdings das mehr als 130 Jahre alte Papier entsäuert und der Einband restauriert werden. Wo die Rarität künftig ihren Platz findet, ist noch unklar.

In den Zeitschriften hat Karl May seine „geografischen Predigten“ veröffentlicht. Sie sollten Bergwerks- und Hüttenarbeitern Wissenswertes vermitteln. „Das stieß aber offenbar nicht auf großes Interesse“, berichtete Wagner. Nach einem Jahr wurde die Zeitschrift eingestellt.

ttr

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr