Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 16 ° wolkig

Navigation:
Google+
In Nieschütz sind die Trauben reif - Obstbaubetrieb Görnitz experimentiert mit Anbau unter Glas

In Nieschütz sind die Trauben reif - Obstbaubetrieb Görnitz experimentiert mit Anbau unter Glas

An der Sächsischen Weinstraße sind die ersten Trauben reif. Der Obstbaubetrieb "Obstbau Volker Görnitz und Sohn" kultiviert seit drei Jahren in Gewächshäusern in Nieschütz bei Meißen sogenannte Tafeltrauben für den Frischverzehr. In diesem Jahr ist erstmals eine größere Ernte möglich, freut sich Betriebsleiter Michael Görnitz.

Voriger Artikel
Talsperre Malter vermeldet Besucherrekord
Nächster Artikel
Ex-Dynamo Robert Scannewin kommt in Heidenau unter - zahlreiche Testspiele am Wochenende

Michael Görnitz ist zufrieden mit seinen Tafeltrauben. Pilzwiderstandsfähige Rebsorten kommen im Gewächshaus nahezu ohne Pflanzenschutz aus.

Quelle: Lars Müller

Nieschütz/Coswig. Ende der Woche sollen die ersten Tafeltrauben im Hofladen in Coswig zu haben sein.

Obwohl der Obstbaubetrieb direkt an der Sächsischen Weinstraße liegt, sind seine Tafeltrauben in der Region einmalig: Die Winzer rücken von ihren Trauben an den Elbhängen üblicherweise keine Beere zum Naschen heraus. Zu knapp und wertvoll ist die Ernte. Das bestätigte der Weinbauverband Sachsen auf Anfrage. Allerdings gibt es mit dem Weingut Schloss Proschwitz und dem Weinhaus Schuh zwei Betriebe, die in geringen Mengen Saft aus heimischen Trauben anbieten.

Die Kultur von Tafeltrauben im Gewächshaus bezeichnet Görnitz als Versuch. Der experimentierfreudige Biochemiker und Gartenbaufachmann hat in den vergangenen Jahren im väterlichen Betrieb verschiedenes Obst unter Glas produziert. "Wir wollten sehen, was geht", sagt er. Der Familiebetrieb verfolgt das Ziel, möglichst vor der Saison schon heimische Früchte anbieten zu können. Das bringt mehr Gewinn und verhindert, dass Stammkunden auf die Supermärkte mit ihrer Importware ausweichen.

Die Tafeltrauben konkurrierten im Gewächshaus mit Heidelbeeren und Kiwis. Klare Sieger unter wirtschaftlichen Aspekten seien die Heidelbeeren, sagt Görnitz. Sie würden reichlich tragen, seien Ende Mai schon reif und fänden reißenden Absatz. Deshalb will er künftig bis zu 2800 Heidelbeersträucher unter Glas kultivieren.

Die Tafeltrauben hingegen seien insgesamt teurer in der Bewirtschaftung. "Wir haben aber bewiesen, auch Tafeltrauben funktionieren im Gewächshaus", sagt der Betriebsleiter und zeigt stolz die üppigen Trauben an den vergleichsweise noch schmächtigen Rebstöcken. Frumoasa, Arkadia und die rote Sorte Kodrianka hat Görnitz in Kübeln stehen. Das sei natürlich auf Dauer nicht ideal für die Tiefwurzler, sagt er. Deshalb sollen die knapp 50 Rebstöcke demnächst auch ins Freiland gesetzt werden. Dort könnte Görnitz dann auch künftig Tafeltrauben in geringen Mengen ernten - nur eben später. Und im Gewächshaus ist dann Platz für Heidelbeeren. Michael Görnitz betont, dass die pilzwiderstandsfähigen Rebsorten im Gewächshaus nahezu ohne Pflanzenschutz auskämen. "Wir haben fast nichts gemacht", sagt er und fügt hinzu: Es sei beinahe Bio-Qualität.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.07.2013

Lars Müller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

19.08.2017 - 14:46 Uhr

Die Blumenstädter bleiben nach der 0:1-Heimniederlage weiterhin sieglos / Sven Michel erzielt das Tor des Tages

mehr