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In Arnsdorf geht das Licht an - 80 Mitarbeiter ertüfteln bei Varialux Beleuchtungen

In Arnsdorf geht das Licht an - 80 Mitarbeiter ertüfteln bei Varialux Beleuchtungen

Die Brüsseler Straßenbahn, das Ohnesorg-Theater in Hamburg und die Dresdner Hochschule für Technik und Wirtschaft - viele Gemeinsamkeiten gibt es zwischen ihnen auf den ersten Blick nicht.

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Unter großem Druck biegt Varialux-Mitarbeiter Dirk Palme ein rotierendes Metallblech so in Form, dass es mit einem anderen zu einer Kugel zusammengesetzt werden kann. Sie kommt später bei Hochspannungsprüfanlagen zum Einsatz.

Quelle: Uwe Hofmann

Was sie verbindet, wirkt sich erst beim Druck auf den Lichtschalter aus. Die Beleuchtungsanlagen wurden nämlich jeweils im Arnsdorfer Unternehmen Varialux ertüftelt, das auf ein ehemaliges Werk des DDR-Narva-Kombinats zurückgeht. Heute werden dort Beleuchtungssysteme für Gebäude, Sonderanlagen, Bahnausstattungen und auch Spezialtechnik auf Metallbaubasis hergestellt. 80 Mitarbeiter sind in dem Betrieb beschäftigt, der jährlich bis zu sechs Millionen Umsatz erwirtschaftet.

Eine mittelständische Erfolgsgeschichte also, die nicht abzusehen war, als der Hamburger Feinmechaniker Gerhardt Kummerfeldt die zuvor insolvent gegangene Firma 1995 übernahm. Rund elf Millionen Euro hat er seither in neue Produktionsanlagen gesteckt. 2005 hat er den symbolischen Staffelstab an seinen Sohn Christian weitergegeben, der anders als sein Vater in die Region, nach Dresden-Weißig, gezogen ist.

Beide Kummerfeldts hatten Erfolg damit, das Unternehmen möglichst breit aufzustellen. So ist 2005 der Betrieb der Siemens Medizintechnik von Dresden auf die Arnsdorfer übergegangen. Seither werden dort die Strahlenschutzgehäuse für Röntgenapparaturen hergestellt. Gut funktioniert die Zusammenarbeit mit dem Bahnbauer Bombardier. Vor allem im Brüsseler Standort glänzten die Arnsdorfer mit qualitativ hochwertiger Arbeit, so dass man bei ihnen auch noch die Fertigung der Haltestangen für Bahnen in Auftrag gab. Die seien vorher aus China gekommen und waren mit 60 Prozent Ausfallquote ein Sorgenkind des Großkunden, wie Varialux-Chef Christian Kummerfeldt sagt.

Der Auftrag kam zur rechten Zeit, brach doch das Geschäft auf einem anderen Sektor ein: Jahrelang hat Varialux mit der Beleuchtung von Großkinos gutes Geld verdient, bis eben die Welle der Kinobauten abebbte. In rund 60 Prozent aller Kinos Europas geht dank Varialux nach der Vorführung wieder das Licht an, schätzt Kummerfeldt. Er hat in Katar gerade ein neues Einsatzgebiet erschlossen, auch wenn er darüber noch nicht allzu viel verraten will. Wenn alles klappt, müsste der Auftrag noch im August eingehen, meint er knapp. Übrigens auch einer, zu dem man durch Mundpropaganda zufriedener Kunden gekommen sei, wie er ergänzt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.08.2014

Uwe Hofmann

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