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Immer mehr Tagesmütter in Radebeul: Die 25. nahm nun ihre Arbeit auf

Immer mehr Tagesmütter in Radebeul: Die 25. nahm nun ihre Arbeit auf

Die ersten zwei Kinder sind schon da. Sie bleiben ein paar Stunden bei der Radebeulerin Melanie Loos, spielen und essen. Deren Eltern sind auch noch dabei. Ist die Eingewöhnung vorbei, passt die 24-Jährige aber allein auf die beiden einjährigen Steppkes auf.

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Der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen in Radebeul steigt seit Jahren an. Tagesmütter wie Melanie Loos sollen helfen. Die 24-Jährige hat jetzt in der Dresdner Straße eine Tagespflege eröffnet.

Quelle: Stephan Klingbeil

Erst vor ein paar Tagen hat Melanie Loos als Tagesmutter in Radebeul-Ost angefangen. Sie ist damit die 25. in der Lößnitzstadt. Rekord! Der Ausbau der Tagespflege soll der Stadt helfen, ab 1. August ausreichend Krippenplätze zu haben. Denn ab dann gilt bundesweit der Rechtsanspruch auf die Betreuung von Unter-Dreijährigen.

In Radebeul sieht die derzeitige Lage laut Sozialamt entspannt aus. Möglich, dass zum Stichtag noch ein paar Plätze frei sind. Die Stadt befragt momentan Tagesmütter, inwiefern sie Kinder aus Dresden aufnehmen könnten. Denn bislang gilt ein Aufnahmestopp für Kinder aus anderen Kommunen. Wer in der Lößnitzstadt wohnt, soll ein Vorrecht auf einen der mittlerweile fast 3000 Betreuungsplätze haben. 125 Kinder können von den 25 Tagesmüttern betreut werden. Mehr als fünf Kinder je Pflegekraft sind nicht erlaubt. Weniger dürften es durchaus sein. Damit wären aber weniger Einnahmen verbunden. Eltern bezahlen genauso viel wie für einen Kita-Platz. Die Stadt gibt 300 Euro je Monat für die Tagespflege dazu.

Melanie Loos kann und will allerdings vorerst nur auf drei Kinder aufpassen. Das hängt vor allem damit zusammen, dass das Tagespflegezimmer in ihrer Wohnung in der Dresdner Straße in Ost nicht mehr hergibt. "Ich bin froh, dass ich überhaupt eine Wohnung gefunden habe, in der ich als Tagesmutti arbeiten darf und wo es außerdem einen Garten gibt, in dem die Kinder spielen können", sagt sie. Nicht jeder Vermieter sei tolerant. Nicht jede Wohnung eigne sich. Das Jugendamt hätte da ein Auge drauf, gebe Tipps für eine kindersichere Einrichtung und kontrolliere dies auch.

Anfang dieses Jahres ist Melanie Loos eingezogen. "Vorher habe ich bei einer Reinigungsfirma gearbeitet, viele Villen sauber gemacht, verdiente aber nicht viel", erklärt die Hauswirtschaftlerin. In ihrer Lehre half sie bei Praktika in Kitas aus. Da habe sie gemerkt, dass ihr die Arbeit als Tagesmutter Spaß machen könnte. Bei ihrem Job-Wechsel stand ihr ebenfalls die Mutter zu Seite.

Katrin Loos ist seit 2005 Tagesmutter in Radebeul-West. Auch sie wurde nie als Erzieherin ausgebildet. Die gelernte Herrenmaßschneiderin war jahrelang als Vermessungstechnikerin tätig, bevor sie Kinder betreute. Wer in der Tagespflege arbeiten will, muss allerdings mehrere Lehrgänge machen. Führungszeugnisse muss man ebenfalls vorlegen. Ist alles stimmig, gibt es grünes Licht.

iBarbara Plänitz und Britta Schöne von der Familieninitiative Radebeul beraten Eltern und Tagesmütter in spe zu Fragen der Kindertagespflege: Altkötzschenbroda 20, Tel.: 0351/ 839 73 23; Sprechzeiten: Mo 10-12, Mi 15-17.30 Uhr, Do 17-18 Uhr

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.07.2013

Stephan Klingbeil

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