Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 16 ° wolkig

Navigation:
Google+
Im Sommer 2017 ist Baustart für Pirnas Südumfahrung

Straßenbau Im Sommer 2017 ist Baustart für Pirnas Südumfahrung

Im Sommer kommenden Jahres beginnt der Bau der Südumfahrung. 2022 soll die Verkehrsfreigabe erfolgen. Bis dahin entstehen imposante Bauwerke entlang der Strecke.

Der imposanteste Abschnitt der Südumfahrung Pirna wird die Brücke über das Gottleubatal sein. Baubeginn für dieses Bauwerk wird im Sommer 2018 sein.

Quelle: Archiv

Pirna. Mit dem Bau der Südumfahrung geht es nun endlich los. Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) hat sich bereits auf die Suche nach Baufirmen begeben. Vorbereitende Arbeiten wie beispielsweise archäologische Untersuchungen laufen schon. Im kommenden Winter stehen Baumfällarbeiten an. „Im Sommer 2017 ist der offizielle Baubeginn der Ortsumgehung“, kündigte Barbara Fahland von der Deges auf der Stadtratssitzung in Pirna an. Und ihr Kollege meinte am Dienstagabend: „Wir werden die Straße bauen. Keiner kann dies mehr verhindern.“

Fahland erinnerte an den langen Weg bis dahin: „Die Planung läuft seit 1994.“ Seit gut einem Jahr besteht nun Baurecht. Mit der Freigabe von 97 Millionen Euro durch das Bundesverkehrsministeriums im September dieses Jahres steht dem Startschuss nichts mehr im Wege. Knapp vier Kilometer ist die Ortsumfahrung lang, die Pirnas Innenstadt vom Durchgangsverkehr in und aus Richtung Sächsische Schweiz befreien soll. Vom Autobahnzubringer aus verläuft die Trasse ab Höhe Feistenberg beziehungsweise Lindigt-Gut über das Seidewitztal, führt durch einen Tunnel durch den Kohlberg hindurch, dann weiter über das Gottleubatal und wird zwischen Sonnenstein und Krietzschwitz an die bestehende Bundesstraße angebunden.

Der Bau erfolgt in mehreren Etappen. Als erster Abschnitt steht die Errichtung der beiden Brücke über die Seidewitz und Zehistaer Straße an. Für die Anbindung an die S 173 entsteht unter dem Brückenbauwerk ein Kreisverkehr. Nach 21 Monaten soll die erste Etappe geschafft sein.

Im Sommer 2018 startet der Bau des wohl imposantesten Abschnitts der Umgehungsroute – die Gottleubatalbrücke. Sie wird über 900 Meter lang und rund 70 Meter hoch sein. Ab der Anbindung zur bestehenden B 172 auf dem Sonnenstein über die Viehleite kommend wird die Straße über das Tal bis zum Kohlberg gezogen. Die Bauzeit beträgt hier 34 Monate.

Im Frühjahr 2019 starten den Arbeiten für den rund zwei Kilometer langen Straßenabschnitt mit der Anbindung der Südumfahrung an den Autobahnzubringer auf dem Feistenberg bis zum Kohlberg. Fertigstellung ist hier nach 18 Monaten geplant.

Durch den Kohlberg wird ein Straßentunnel führen. Entgegen der ursprünglichen Planung entsteht er nicht in offener Bauweise. Naturschutzrechtlich sei der Berg sensibles Gebiet, wie Fahland informierte. Daher darf für den Tunnelbau kein tiefer Graben aufgebuddelt werden, der anschließend wieder verfüllt wird. In bergmännischer Bauweise stößt man unterirdisch vor. Eine Tunnelbormaschine kommt nicht zum Einsatz. Mit rund 200 Metern ist er dafür zu kurz. Mit Sprengen, Picken und Bohren werde die Strecke durchs Gestein geschlagen. „Das wird eine richtige Herausforderung“, so Fahland. Baubeginn für den Tunnel ist Ende 2019. 27 Monate Bauzeit sind für seine Errichtung vorgesehen.

Wenn alles nach Zeitplan verläuft, können im Jahr 2022 die ersten Fahrzeuge über die Südumfahrung rollen.

Von Silvio Kuhnert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

19.08.2017 - 14:46 Uhr

Die Blumenstädter bleiben nach der 0:1-Heimniederlage weiterhin sieglos / Sven Michel erzielt das Tor des Tages

mehr