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Im Pirnaer Stadtwald haben die Reparaturen der Waldwege begonnen

Nach Ende der Fällperiode Im Pirnaer Stadtwald haben die Reparaturen der Waldwege begonnen

Die diesjährigen Forstabreiten haben in der Pirnaer Viehleite viele Spuren hinterlassen. Seit Dienstag zieht ein Bagger mit seiner Schaufel die Waldwege wieder glatt. Bei einem Spaziergang durch den Stadtwald warben die zuständigen Förster um Verständnis für die Baumfällungen.

Der schlechte Zustand der Wege in der Viehleite erregt nach den diesjährigen Forstarbeiten viele Gemüter. Revierförster Hartmut Schippers (l.) und Forstbezirksleiter Uwe Borrmeister versprachen, sie wieder in Ordnung bringen zu lassen.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Tief haben sich die Forstfahrzeuge mit ihren Reifen in den Waldweg der Pirnaer Viehleite gegraben. Der Boden ist aufgewühlt, schlammig und pampig. In den Furchen sammelt sich Regenwasser. Auch an den Hängen des Stadtwaldes zeigt sich an etlichen Stellen ein gleiches Bild. Hinzukommen auf dem Waldboden wild umherliegende Äste und Zweige. Manch ein Baum zeugt mit an- und abgebrochenem Astwerk von den jüngsten Forstarbeiten. „Waldfrevel“ ist ein Vorwurf, den sich Revierförster Hartmut Schippers und Uwe Borrmeister, Leiter des Forstbezirks Neustadt, vor Ort anhören müssen. Seit Tagen erregen die Spuren der Fällarbeiten viele Gemüter. „Dieses Chaos wollen sie vertreten?“, lautet eine Frage während eines Waldspazierganges, zu dem die Förster interessierte Pirnaer eingeladen haben.

Schippers und Borrmeister versuchen, die jüngsten Waldarbeiten zu verteidigen. Weshalb die Waldwege dieses Mal besonders gelitten haben, dafür gibt es einen Grund: Väterchen Frost. Der hat sich in den vergangenen Wintermonaten nicht wirklich blicken lassen. „Wir haben ab November versucht, Holz zu machen“, sagt Schippers. Doch der Boden war nicht gefroren, sondern feucht und weich. Deshalb wurden die Fällarbeiten immer wieder verschoben, bis es einfach nicht mehr ging, weil das Ende der Fällperiode nahte. „Wir benötigen den Erlös unter anderem für die Verkehrssicherung der Wege“, so der Förster, in dessen Zuständigkeitsgebiet der rund 280 Hektar große Wald der Stadt Pirna liegt. Davon macht allein die Viehleite rund 100 Hektar aus, wo viele Pirnaer beim Spazieren, Joggen, Laufen oder Radfahren Entspannung und Erholung suchen.

„Das Fällen von Bäumen ist eine wesentliche Aufgabe der Waldpflege“, berichtet Revierleiter Borrmeister. Zum einen muss Holz verkauft werden. Anderseits werden Bäume entnommen, damit die gesunden Platz zum weiteren Gedeihen haben und ausreichend Licht auf den Boden fällt, damit sich junge Pflanzen entwickeln können. Der Zuwachs pro Jahr beträgt in der Viehleite circa 900 Festmeter. „Das sind rund 30 Lkw-Ladungen Holz“, erklärt Borrmeister. Davon wird rund die Hälfte jährlich entnommen, damit sich die Bäume mit ihren Kronen nicht in die Quere kommen.

Um das schwere Holz aus dem Wald und zu den Hauptwegen zu transportieren, kommen Rückemaschinen zum Einsatz. Diese bewegen sich auf den Rückegassen. „Und nur dort“, versichert Borrmeister. Und je nach Bodenbeschaffenheit seien Schäden nicht immer zu verhindern, ergänzt Schippers. Die Holzstämme sind bereits aus dem Wald geholt. Sie liegen aufgestapelt am Ende der Hohen Straße, dem Eingangsbereich zur Viehleite. Das Reisig bleibe im Wald. Denn dort gehöre es hin. „Es verrottet und wird zu Humus“, so Borrmeister.

Die Wege sind laut Schippers zurzeit noch Baustelle. Eine Firma ist beauftragt, sie wieder in Ordnung zu bringen. Seit Dienstag ist ein Bagger im Einsatz, der die Furchen mit seiner Schaufel wieder glatt zieht. Wenn der Lehm dann abgetrocknet ist, dann hat auch der Matsch ein Ende, versprechen die Forstleute.

Von Silvio Kuhnert

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