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Im Nationalpark erhalten zwei Steiganlagen eine Anti-Rostkur

Rund eine halbe Million Euro für Erhalt des Wanderwege-Netzes Im Nationalpark erhalten zwei Steiganlagen eine Anti-Rostkur

Damit zwei Steiganlagen im Nationalpark bald im neuen Glanz strahlen, werden sie derzeit von Rost befreit und erhalten einen neuen Anstrich. Wanderer müssen dafür unter anderem an der Heiligen Stiege bei Schmilka an Wochentagen einen Umweg in Kauf nehmen.

Mit einem Winkelschleifer wird der Rost auf der Heiligen Stiege bei Schmilka entfernt.
 

Quelle: Mike Jäger

Sächsische Schweiz.  Auf der Heiligen Stiege ist für Wanderer in der Woche derzeit kein durchkommen mehr. Statt mit Rucksack bepackte Ausflügler erklimmen Bauarbeiter in Schutzanzügen die Stufen und setzen ihren Winkelschleifer an das Stahlkonstrukt an. Sie rücken dem Rost auf Treppen und Geländer zu Leibe. Erst schleifen sie die alte Farbe samt den Rostflecken ab, teilweise schweißen sie neue Teile ein, die die durchgerosteten ersetzen, danach tragen sie Rostschutzfarbe auf. Und wenn dann der Anstrich mit einer grünen Farbe, die der Natur angepasst ist, getrocknet ist, haben sie ihr Werk vollendet und die Heilige Stiege im Schmilkaer Gebiet erstrahlt wieder in neuem Glanz.

Sie ist nicht die einzige Steiganlage im Nationalpark Sächsische Schweiz, die zurzeit eine Rundum-Kur erfährt. Auch am Großstein sind Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung sowie regionaler Unternehmen mit Korrosionsschutzarbeiten beschäftigt. „Das feucht-kühle Klima mancher tiefen Schlucht verschafft dem Wanderer im Sommer zwar Kühlung, verlangt aber vom Metall seinen Tribut, so dass Steiganlagen Rost ansetzen“, berichtet Nationalpark-Sprecher Hanspeter Mayr. Die Heilige Stiege etwa sei derzeit nur an Wochenenden offen, weil hier wochentags ein Bauunternehmen Geländer und Treppen bis zur letzten Schraube unter die Schleifscheibe nimmt. „Alte Anstriche werden abgetragen und ersetzt. Das kann je nach Witterung einige Wochen dauern, weshalb die Nationalparkverwaltung um Verständnis für Umleitungen bittet“, so Mayr. Die Regenschauer am Dienstag waren beispielsweise für Schleifarbeiten gut, aber völlig ungeeignet, um frische Farbe auf die Steiganlage zu bringen.

Um die Qualität des 500-Kilometer-Wegenetzes zu sichern und zu erhalten, sind regelmäßig solche Pflegearbeiten von Nöten. „Von Holzstufen bis komplexeren eisernen Treppenanlagen unterhält die Nationalparkverwaltung rund 80 Steiganlagen. Mit einer Länge von 23 Kilometern überwinden diese eine Höhe von 5000 Metern und sind damit eine wichtige touristische Infrastruktur in Sachsens einzigem Nationalpark“, informiert Mayr. Sie ermöglichen Besuchern die eindrucksvolle Natur zu erleben. Auf der anderen Seite seien sie auch notwendig, um Erosion und Trittschäden zu vermeiden, die ansonsten bei der Vielzahl der Besucher verstärkt im Sandsteingebirge auftreten würden, teilt Mayr mit.

Am Nordaufstieg des Liliensteins, in der Wolfschlucht, an den Raaben- und Brüdersteinen sowie am Tunnel Königsplatz im Hinterhermsdorfer Gebiet sind Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung ebenfalls mit der Behebung von Schäden auf Wanderwegen befasst. Hier müssen unter anderem Trittschäden, Entwässerung und Stufen repariert werden. Für den Erhalt des Wanderwegenetzes gibt der Staatsbetrieb Sachsenforst im Nationalpark jährlich rund 500000 Euro aus.

Von Silvio Kuhnert

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