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Im Juni kommen die neuen Parkbänke an den Moritzburger Schlossteich

Schlösserland-Spendenaktion Im Juni kommen die neuen Parkbänke an den Moritzburger Schlossteich

Die erste der zehn neuen Bänke für den Moritzburger Schlossteich ist fertig. Sie soll gemeinsam mit den übrigen Exemplaren, die allesamt von Paten bezahlt werden, im Juni aufgestellt werden. Eine zweite Spendenrunde scheint schon vor Beginn erfolgreich.

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Schlösserland-Chef Christian Striefler, Michaela Clemens von den Schlossfreunden sowie Cellist und Schirmherr Jan Vogler auf dem Prototypen der neuen Bänke.

Quelle: Uwe Hofmann

Moritzburg. „Wir waren überrascht, wie schnell diese Bänke vergeben waren“, sagt Jan Vogler. Der Cellist ist Schirmherr einer Aktion des Schlösserland-Freundeskreises, bei der Paten für zehn neue Parkbänke nach historischen Vorbild gesucht wurden. Es habe nur wenige Wochen gedauert bis sich genügend Spender gefunden hatten, sagt der Künstlerische Leiter des Moritzburg Festivals. Nun konnte der erste Prototyp präsentiert werden.

Als erste Platz genommen hat neben Vogler und Schlösserland-Chef Christian Striefler Michaela Clemens vom Verein der Freunde des Museums Schloss Moritzburg. Die Schlossfreunde haben sich schließlich als erste in die Patenliste eintragen lassen. „Ich gehe hier ständig mit dem Hund um den Schlossteich und habe Verweilplätze vermisst“, sagt Clemens. Weitere Spender kommen aus Moritzburg, Dresden, Radeburg, Meißen, aber auch aus Fürth. Sie alle geben 260 Euro im Jahr, die meisten von ihnen haben sich für Zahlungen über fünf Jahre verpflichtet, sagt Ulrike Peter, Vorstand im Schlösserland-Freundeskreis.

Eine zweite Spendenrunde ist geplant, zu der zum Start des Moritzburg-Festivals aufgerufen werden soll. Es geht erneut um zehn neue Bänke, die allerdings allesamt schon reserviert sind. Für den Schlösserland-Freundeskreis ist das ein großer Erfolg, der nun aber auch auf andere Einrichtungen durchschlagen soll. „Es gibt noch ander Schlösser und Parks“, sagt Peter zu den Chancen, dass es eine dritte Moritzburger Runde gibt.

Nachdem der Prototyp Gefallen gefunden hat, sollen die ersten zehn Bänke im Juni aufgestellt werden. Dadurch sollen am östlichen Schlossteich-Ufer nicht nur neue Sitzgelegenheiten, sondern auch ein einheitliches Bild entstehen. So werden alte Bänke, die aus verschiedenen Zeiten stammen und ein rechtes Sammelsurium repräsentieren herausgerissen um für die mit Holz aus dem Moritzburger Wäldern gefertigten Sitzgelegenheiten Platz zu schaffen.

Die Vorlage für diese Bänke stammt aus Gohrisch, wo Simone Ruby aus dem Fachbereich Gärten des Schlösserlands durch Zufall auf eine Louis-Hermann-Bank gestoßen ist. Hermann war um 1910 ein Hoflieferant der Wettiner, die ihre Parks mit seinen Bänken ausstatteten. Nachdem man die Genehmigung der Gemeinde eingeholt hatte, schliff man die Farbschichten der Eisengussteile ab und fand unter zehn Schichten die originale Farbgebung wieder. Es ist ein helles grün, das mit der dunklen Beize des Holzes kontrastiert. In die Rückenlehne eingraviert werden Zitate aus der Reiseliteratur des 18. Jahrhunderts. Die Paten werden auf einem Messingschild genannt.

„Eine Bank hat eine so schöne Symbolik“, schwärmt Cellist Vogler über die gelungene Aktion. „Sie bedeutet, dass man sich setzen darf und sich in der Landschaft zu Hause fühlen darf.“ Eine Botschaft, die er rein menschlich und nicht politisch verstanden wissen will. „Ich bin gespannt, wer demnächst auf einer dieser Bänke neben mir Platz nehmen wird.“

Von Uwe Hofmann

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