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Im Frühjahr beginnt die LTV mit dem Bau der ersten von drei Radebeuler Flutschutzlinien

Im Frühjahr beginnt die LTV mit dem Bau der ersten von drei Radebeuler Flutschutzlinien

Seit Jahren wird über den Hochwasserschutz in Radebeul diskutiert. In diesem Jahr geht es nun endlich los: Voraussichtlich im Frühjahr beginnen die Arbeiten an der Hochwasserschutzlinie Naundorf, teilt die Landestalsperrenverwaltung (LTV) auf DNN-Anfrage mit.

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Den alten Kötzschenbrodaer Deich hat die LTV schon saniert. Er bietet aber keinen Schutz vor einem Hochwasser, wie es alle 100 Jahre vorkommt.

Quelle: Martin Förster

Die Vorarbeiten ist man jedoch schon längst angegangen. So wurde ein Habitat für Zauneidechsen bereits Ende 2014 entlang der Querspange Naundorf eingerichtet. Vor Beginn der Hauptbaumaßnahme werde man zudem noch eine Trinkwasserleitung umverlegen, heißt es aus der LTV.

Anschließend können die eigentlichen Arbeiten an der Hochwasserschutzwand beginnen. Dabei werden entlang der südlichen Grundstücksgrenzen der Gewerbebetriebe an der Fabrikstraße Spundwände in den Boden gerammt. Außerdem gehört ein kurzer Deich zu dem mit 3,6 Millionen Euro veranschlagten Vorhaben. Er soll verhindern, dass der Bahndamm bei einem Hochwasser hinterspült wird.

Es kommt nicht von ungefähr, dass die LTV ausgerechnet in Naundorf mit dem Bau einer Hochwasserschutzlinie beginnt. Es gab in dem Stadtteil von Anfang an keinen nennenswerten Widerstand gegen die Planungen der LTV. Zudem ist der Hochwasserschutz enorm wichtig, um eine mögliche Umweltverschmutzung größeren Ausmaßes zu verhindern, wie sie etwa bei einer Überflutung der Verzinkerei in Naundorf passieren könnte.

Anders sieht das in Kötzschenbroda aus. Dort haben die Bewohner zwar 2002 und 2013 im Erdgeschoss Überflutungen hinnehmen müssen, sind aber zu großen Teilen nicht gewillt, ihren Ausblick auf die Elbe und vor allem die Verbindung zu den Streuobstwiesen aufzugeben. Eine Hochwasserschutzwand lehnen sie ab. Entsprechend ließ sich die Behörde Zeit und reicht die überarbeitete Genehmigungsunterlage erst in diesen Tagen bei der Landesdirektion ein. Dort beginnt dann das obligatorische Planfeststellungsverfahren, das sich unter diesen Vorzeichen hinziehen kann. Wann das gegenwärtig auf 4,5 Millionen Euro geschätzte Vorhaben verwirklicht werden kann, ist momentan nicht abzusehen.

Anders sieht das in Fürstenhain aus, der dritten Radebeuler Hochwasserschutzlinie, von denen jede laut LTV unabhängig von den anderen funktioniert. Für dieses Projekt gibt es einen Planfeststellungsbeschluss. Jetzt müssen noch Grundstücksfragen geklärt und die Ausführungsplanung erstellt werden, heißt es aus der LTV. Geht alles nach Plan, wird ab 2017 gebaut, 2019 könnte der Ortsteil über einen funktionierenden Hochwasserschutz verfügen. Den liefert ein Deich, der am Geländer der Friedenskirche endet. Dort soll er durch eine Bohrpfahlwand fortgesetzt werden. Das ist ein Kompromiss. Die Friedenskirchgemeinde hatte sich gegen einen Deichbau bis zu den Fundamenten der Kirche ausgesprochen, weil dieser über einen alten Kirchhof führen muss. Die Bohrpfahlwand soll nun die Eingriffe in die historische Grablege so gering wie möglich halten. Diese Lösung bleibt umstritten, ist aber nun beschlossene Sache. Die Kosten des Gesamtvorhabens gibt die LTV mit 3,5 Millionen Euro an.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.02.2015

Uwe Hofmann

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