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"Ich wünsche mir eine gläserne Verwaltung" - DNN-Interview am Donnerstag: heute mit Bürgermeisterkandidat Steffen Wolf (Die Linke)

"Ich wünsche mir eine gläserne Verwaltung" - DNN-Interview am Donnerstag: heute mit Bürgermeisterkandidat Steffen Wolf (Die Linke)

Frage: Herr Wolf, Sie wollen Bürgermeister von Heidenau werden. Steffen Wolf: Der Stadt Heidenau würde ein Bürgermeister gut tun, der aus dem wahren Leben kommt und nicht in Parteiämtern oder in der Verwaltung groß geworden ist.

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Will Bürgermeister von Heidenau werden: Steffen Wolf.

Frage : Herr Wolf, Sie wollen Bürgermeister von Heidenau werden. Warum?

Steffen Wolf : Der Stadt Heidenau würde ein Bürgermeister gut tun, der aus dem wahren Leben kommt und nicht in Parteiämtern oder in der Verwaltung groß geworden ist. Das Stadtoberhaupt sollte viel Lebenspraxis mitbringen - wissen, wie sich das Alltagsleben mit seinen Sorgen und Nöten abspielt. Und das tue ich.

Was möchten Sie anders machen als der jetzige Bürgermeister, der seit immerhin 22 Jahren die Geschicke der Stadt lenkt?

Sicher werde ich hier und da andere Prioritäten und Schwerpunkte setzen, die in der Vergangenheit nicht so im Fokus standen. Das ist zum Beispiel der Klimaschutz. Umweltschutz fängt in der Kommune an. Hier ist durch die CDU und den Unionsbürgermeister in den vergangenen Jahren viel verpasst worden. Gegenüber Solaranlagen und Bürgerkraftanlagen gab es beispielsweise eine ablehnende Haltung. Die Einstellung: "auf meine Dächer kommen keine Solarmodule" finde ich grundlegend falsch. Heidenau hat eine gute Südlage. Diese sollte man zur Gewinnung umweltfreundlicher Energie auch nutzen.

Möchten Sie Solaranlagen auf Dächern städtischer Einrichtungen installieren?

Ich möchte sie nicht nur auf kommunalen Gebäuden, sondern auch auf privaten Dächern sehen. Es gibt Förderprogramme von Bund und Ländern. Vielleicht kann man als Stadt Heidenau auch Anreize schaffen.

Welche Schwerpunkte möchten Sie noch setzen?

Was in der nächsten Zeit passieren muss, ist der Ausbau von Kita- und Hortplätzen. Ich möchte Tagespflege nicht in Abrede stellen, aber die Erweiterung dieses Angebots kann nur eine Zwischenlösung sein. Als Bürgermeister der Stadt Heidenau werde ich nach Gebäuden suchen, die wir nach und nach zu Kindertagesstätten ausbauen können. Erfreulicherweise steigt die Zahl der Kinder. Auch der Bedarf an Hortplätzen nimmt zu. Durch zusätzliche Kitas können die Schulen entlastet werden.

Also nicht Neubau?

Nein! Neubau von Kitas wird die Stadt finanziell nicht stemmen können. Beim Umbau von Bestandsgebäuden sehe ich eher Chancen, dass eine Finanzierung gelingen kann.

Und was ist Ihr drittes Ziel?

Ich wünsche mir eine gläserne Verwaltung. Der Bürger soll nachvollziehen können, wie zum Beispiel Entscheidungen im Stadtrat zustande kommen. Die Dokumentation der Ratssitzungen ist ausbaufähig.

Schwebt Ihnen ein Ratsinformationssystem vor, wie es bereits die Stadt Pirna und der Landkreis praktizieren?

Ja! Der Bürger soll nicht nur die Beschlüsse lesen, die der Stadtrat gefasst hat, sondern auch die Erläuterungen und Begründungen, damit er sich bereits vor der Stadtratssitzung ein eigenes Bild machen kann.

Sie sprachen von Anreizen für Solaranlagen sowie den Ausbau der Kita-Plätze. Ein Projekt ist auch der Anbau am Gymnasium. Das kostet alles Geld. Wie möchten Sie das finanzieren?

Die Finanzierung ist natürlich eine große Herausforderung. Ich werde alle Hebel in Bewegung setzen, um sie über Fördermittel auf die Beine stellen zu können. Es geht auch nicht alles auf einmal. Den Anbau des Gymnasiums müssen wir sicherlich alleine stemmen auch ohne Zuschüsse vom Land. Er hat eine hohe Priorität.

Wie soll das ohne Fördermittel gehen? Wollen sie dafür neue Schulden machen?

Zum einen steigen erfreulicherweise die Steuereinnahmen. Auf der anderen Seite muss eben an anderen Stellen gespart werden. Priorität genießt das Gymnasium. Da muss eben die ein oder andere Straße später gebaut werden. Steuererhöhungen wird es nicht geben. Eine Neuverschuldung kann nur das allerletzte Mittel sein. Sparen hat Vorrang.

Interview: Silvio Kuhnert

Heidenau. Stadtrat Steffen Wolf geht für die Partei "Die Linke" ins Rennen bei der Bürgermeisterwahl am 7. Oktober. Der 48 Jahre alte Rohrleitungsbauer möchte die Nachfolge von Bürgermeister Michael Jacobs antreten und 22 Jahre CDU-Herrschaft an der Stadtspitze beenden. Klimaschutz, Kita-Ausbau und die Einführung eines umfangreicheren Ratsinformationssystem sind seine Ziele. Wie er dies finanzieren möchte, berichtet Wolf im DNN-Interview.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.08.2012

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