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Ich trink’ den Wein nicht gern allein - Viel Andrang in Meißen und Radebeul

Ich trink’ den Wein nicht gern allein - Viel Andrang in Meißen und Radebeul

Radebeul/Meißen. Menschen über Menschen, verstopfte Straßen, stampfende Bässe und reichlich Wein: Erneut haben sich die Weinfeste in Radebeul und Meißen als Besuchermagneten erwiesen.

Von Stephan Klingbeil

Radebeul/Meißen. Menschen über Menschen, verstopfte Straßen, stampfende Bässe und reichlich Wein: Erneut haben sich die Weinfeste in Radebeul und Meißen als Besuchermagneten erwiesen. In Meißen strömten etwa 50000 Gäste durch die Altstadt. "Es war genauso voll wie im Vorjahr, wir sind zufrieden", sagt Uwe Reichel vom Gewerbeverein Meißen, der das Fest organisierte. Das gelte für Winzer und viele Unternehmer, die auch gestern ihre Läden öffneten.

Etwas weniger als 2011, aber dennoch fast 50000 Menschen kamen "trotz des durchwachsenen Wetters" zum Fest in Altkötzschenbroda, so Ina Hantschke vom Kulturamt. Viele plauderten und schlenderten an den Wein- und Verkaufsständen entlang. Nicht wenige reisten extra an, um sich Aufführungen beim Internationalen Wandertheaterfestival anzusehen, an dem 18 Ensembles und Solisten teilnahmen. Tausende verfolgten am Sonnabend an den Elbwiesen "Incanti Marini", die neue Inszenierung der Compagnia Teatrale Corona. Den Publikumspreis bekam Asterions Hus aus Dänemark. In rasender Geschwindigkeit brachten die drei Künstler den mehr als 15000 Verse umfassenden Epos der Ilias mit ihren mehr als 30 Charakteren auf die Bühne.

Doch nicht nur die Künstler, sondern auch die Festbesucher folgten dem Motto des 22. Herbst- und Weinfestes "Tanzt!". Im Hoftheater gefiel so etwa der Geig'n'Rock von Silent Poem. Die Tanzflächen am Kuffenhaus füllten dagegen Winston Francis, Ken Guru & The Highjumpers, das Santa Macairo Orkestar und die Fanfara Kalashnikov. Von der Stimmung beflügelt, wagte der 64-jährige Francis sogar seinen ersten Stagediving-Versuch, sprang also in die tanzende Menge und ließ sich tragen.

Während die einen das Kulturprogramm genossen, Oldtimer bestaunten oder verzweifelt nach Parkplätzen suchten, ließen es andere auf dem Rummel am Elbdeich krachen. Auf den Elbwiesen hatte außerdem der Berliner Künstler Reinhardt Zubka mit seinem Team ein das "Laby Fari" aufgebaut, ein Labyrinth ganz aus Holz. Schon in der ersten Nacht wagten etliche Festgäste mit Teelichtern den Gang durch diesen mit Weisheiten auf Tafeln ausgestatteten Irrgarten. "Einfach toll", sagten einige zum von Lügenmuseumschef Zubka mitkonzipierten Werk, andere fanden es langweilig. Zum Finale gestern Abend sollte "Laby Fari" abgefackelt werden. Die Feuerwehr war auch noch vor Ort, hatte aber an den drei Festtagen wenig zu tun. Bis zum Abend blieb dort "alles im grünen Bereich", so Uwe Scheinert, Leiter der Wehr in Kötzschenbroda.

Ohne Zwischenfälle sei laut Veranstaltern auch das Weinfest in Meißen zu Ende gegangen. "Hier gibt es nie Prügeleien, es bleibt immer angenehm ruhig", sagt Hannelore Heyer aus Tangermünde. Mit ihrer Familie war sie zu Besuch bei Bekannten, nahm schon an vielen Weinfesten in Meißen teil. Mit Ehemann Karl feierte sie zudem am Sonnabend ihren 40. Hochzeitstag in der Domstadt. "Wir finden es schön hier, kommen wieder."

In der Meißner Altstadt gab es auf 26 Bühnen Musik, Tanz und mehr. Tausende drängten sich am Marktplatz an den Weinständen und flanierten in den Gassen. "Hier am Baderberg ging gar nichts mehr, es war brechend voll", zeigte sich Uwe Borrmann vom Dresdner Pub Tir Na N'Og zufrieden. Borrmann veranstaltet seit Jahren in Meißen zum Weinfest Konzerte. Die Organisatoren machen "eine klasse Arbeit", sagt er. Borrmann hofft, dass es weiterhin an allen drei Tagen freien Eintritt gibt. Anders in Radebeul: Dort musste man Sonnabend und Sonntag jeweils bis zu neun Euro Eintritt zahlen. "Mit diesem Geld wird das Wandertheaterfestival finanziert", erklärt Ina Hantschke.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.09.2012

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