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ITL baute in Pirna Bahnbetriebswerk für sechs Millionen Euro

ITL baute in Pirna Bahnbetriebswerk für sechs Millionen Euro

Nach rund einjähriger Bauzeit rollte der erste Zug in Pirnas neuen Lokschuppen. Auf dem Areal des Güterbahnhofs ging gestern das Bahnbetriebswerk der ITL Eisenbahngesellschaft ans Netz.

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Nach rund einjähriger Bauzeit rollte die erste Lokomotive, eine E-Lok 185 Captra, in Pirnas neuen Lokschuppen. Die neue Anlage zählt zu den modernsten Werkstattstandorten für Lokomotiven und Wagen innerhalb Deutschlands.

Quelle: Daniel Förster

"Die neue Anlage zählt zu den modernsten Werkstattstandorten für Lokomotiven und Wagen innerhalb Deutschlands", erklärten Jérôme Méline und Michael Meinhardt, Geschäftsführer der ITL.

Bereits 2010 entschied sich das private Güterzugunternehmen, das zur Captrain Deutschland-Gruppe gehört, für die Elbestadt und kaufte rund 38 000 Quadratmeter an der Glashüttenstraße zwischen dem Gewerbegebiet an der B 172 und der Bahnstrecke. Es ist das Gelände des früheren Bahnbetriebswerkes östlich der Sachsenbrücke. Hier wurden bis Mitte der 1990er Jahre vor allem die Lokomotiven für die von Pirna ausgehenden Nebenstrecken unterhalten. Nach Jahren als Brache fiel vor zwölf Monaten der Startschuss für den Bau einer neuen Werkstatt. "Ich freue mich, dass die Stadt Pirna bei der Standortsuche für die hochmoderne Instandhaltungswerkstatt der ITL Eisenbahngesellschaft überzeugen konnte und wünsche ihr alles Gute zur Betriebsaufnahme", sagte Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) in seinen Grußworten bei der feierlichen Einweihung.

Für den Neubau in der Elbestadt sprach vor allem die strategisch günstige Lage. "Pirna befindet sich an der Hauptachse Dresden-Prag, einer für uns sehr wichtigen Strecke", informierte ITL-Sprecherin Romy Mothes. Außerdem ist die Landeshauptstadt nah. Dort wurde 1998 die Eisenbahngesellschaft als Familienunternehmen gegründet. Heute ist sie Teil der deutschen Captrain-Gruppe. Von der Landeshauptstadt aus ist es für Lokomotiven und Waggons nicht weit nach Pirna, wo sie ab jetzt gewartet und instandgehalten werden.

Der gesamte Neubau umfasst eine mit modernster Technik ausgestattete Werkstatthalle mit vier Gleisen, zum Teil mit Seitenarbeitsgruben. Ein Messgleis, Hubwerke, zwei Portalkräne sowie ein Arbeitsstand für das sichere und effiziente Arbeiten auf und am Dach der Fahrzeuge komplettieren die Ausstattung. "In der Werkhalle können sechs Lokomotiven gleichzeitig bearbeitet werden", berichtete Mothes. Je nach Länge haben im Schnitt auch drei Waggons Platz. Zum Betriebsgelände gehört außerdem ein vorgelagertes Funktionsgebäude. Es beherbergt Büros, Lager sowie Komponentenwerkstätten. Auf dem Außengelände wurden zudem umfangreiche Betriebs- und Abstellgleise mit einer Gesamtlänge von rund 3000 Metern errichtet. "Die ITL hat in den neuen Werkstattstandort bisher rund sechs Millionen Euro investiert", sagte Mothes.

Die ITL Eisenbahngesellschaft startete vor 15 Jahren als regionaler Anbieter für Baustellenlogistik in Dresden. Von Jahr zu Jahr entwickelte sie sich zu einem international agierenden Eisenbahnverkehrsunternehmen. 2001 etablierte die ITL eine Niederlassung in Prag, die ITL-Železnicní spolecnost Praha s.r.o. (ITL Praha). Der nächste bedeutsame Schritt im internationalen Geschäft war fünf Jahre später die Gründung eines Ablegers in Polen. Seit 2010 gehört ITL vollständig zur französischen Staatsbahn SNFC.

In der Unternehmensgruppe stehen 1160 Menschen in Lohn und Brot. Zu ihrem Bestand gehören 150 Lokomotiven und mehr als 2000 Güterwaggons. Darüber hinaus verfügt sie über 540 Kilometer eigene Eisenbahninfrastruktur und sieben Fachwerkstätten. Im vergangenen Jahr transportierte der Captrain-Verbund über 43,5 Millionen Tonnen Güter. Der Umsatz lag bei über 241 Millionen Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.06.2013

Silvio Kuhnert

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