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Hund beißt Mädchen in Heidenau ins Gesicht

Beim Spielen mit einem Stöckchen Hund beißt Mädchen in Heidenau ins Gesicht

Im Wohngebiet Heidenau-Mügeln hat ein Hund ein zwei Jahre altes Mädchen ins Gesicht gebissen. Das Kind wurde ins Uniklinikum Dresden gebracht. Die Polizei ermittelt gegen den Hundeführer - wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Das blutverschmierte Taschentuch zeugt noch von der Bissattacke des Hundes.
 

Quelle: Daniel Förster

Heidenau.  Im Wohngebiet Heidenau-Mügeln hat am Sonntagnachmittag ein Hund ein zwei Jahre altes Mädchen ins Gesicht gebissen. Jasmin spielte mit ihren zwei älteren Brüdern und anderen Kinder auf der Wiese im Hinterhof an der Käthe-Kollwitz-Straße. Der Hund jagte einem Stöckchen hinterher, als das Unglück geschah. „Uns tut es furchtbar Leid. Wir sind mit den Eltern des Mädchens in Kontakt, kennen sie persönlich und drücken die Daumen, dass mit der Kleinen alles wieder gut wird und hoffen das Beste“, sagt Christian M., der mit dem Hund Gassi gegangen.

Der 36-Jährige war anstelle von Hundebesitzerin Renate W., die an dem Tag ihren 60. Geburtstag feierte und einige Gäste in ihrer Wohnung bewirtete, mit dem schwarzen, sechs Jahre alten Border Collie „Jocker“ unterwegs. „Dabei traf ich eine Bekannte mit ihren Kindern“, erzählt er. „Wir haben uns zum Reden etwas abseits an den Sandkasten gestellt. Die Kinder haben derweil mit dem Hund gespielt.“ So wie es üblich ist, warfen die Kleinen einen Stock, den der Hund zurückholen sollte. „Der Hund hat ihn zurück gebracht, sich hingesetzt und gewartet. Als Jasmin das Stöckchen aufheben wollte, sich zum Boden beugte, machte Jocker einen Satz nach oben und schnappte zu“, erzählte der Hundeführer. „So schnell haben wir gar nicht reagieren können.“ Es sei völlig unklar, wie das passieren konnte. Zumal: „Er war ganz ruhig. Die beiden haben sich vor seinem Ausrutscher gegenseitig in die Augen geschaut“, so das Aushilfsherrchen. Jocker verletzte Jasmin oberhalb und unterhalb des rechten Auges. Die Braue und die Haut über dem Jochbein bluteten.

Ein Rettungswagen der Johanniter Unfallhilfe eilte herbei. Wenig später landete der Rettungshubschrauber am Rand der Plattenbauten. Um bestmögliche ärztliche Hilfe zu ermöglichen, wurde das Mädchen sofort in die Uniklinik Dresden geflogen. In der Klinik wurde die Wunde versorgt und das Mädchen gründlich untersucht.

„Es war keine Absicht. Unser Hund ist kinderlieb“, erklärte Eigentümerin Renate W. „Er ist erzogen, hört aufs Wort und spurt auch ohne, dass man was sagen muss“, so die 60-Jöhrige. Nach dem Vorfall schimpfte sie ihn aus. Mehr könne sie nicht machen. Andere Maßnahmen würden das Tier nur aggressiv machen. Zu Hause schleckte „Jocker“ sein Frauchen und ihren Sohn schon wieder brav ab. Für Renate W. steht fest: „‘Jocker‘ bleibt ab sofort an der Leine und bekommt einen Maulkorb.“ Die Polizei ermittelt gegen den Hundeführer - wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Von Daniel Förster

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