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Homöopathieausbildung in Heilig Kreuz soll ausgebaut werden

Erweiterungsbau im Hahnemannzentrum soll ab dem Frühherbst entstehen Homöopathieausbildung in Heilig Kreuz soll ausgebaut werden

Den September hat man sich im Meißner Hahnemannzentrum ganz dick auf dem Kalender angestrichen. Vermutlich im Frühherbst soll der Bau des neuen Seminar- und Veranstaltungshauses auf dem Gelände der Klosterruine Heilig Kreuz beginnen, teilt der Vereinsvorsitzende Helge Landmann mit. Für das Hahnemannzentrum ist das ein Meilenstein.

Links neben dem Gewölbeeingang soll der Erweiterungsbau in der Klosterruine Heilig Kreuz entstehen.

Quelle: Uwe Hofmann

Meißen.  Den September hat man sich im Meißner Hahnemannzentrum ganz dick im Kalender angestrichen. Vermutlich im Frühherbst soll der Bau des neuen Seminar- und Veranstaltungshauses auf dem Gelände der Klosterruine Heilig Kreuz beginnen, teilt der Vereinsvorsitzende Helge Landmann mit. Zunächst ist die Gründung der Erweiterungsfläche und die Errichtung eines Holzskelettbaus geplant, der dann nach und nach vermutlich in Lehmbauweise ausgebaut werden soll. Die Finanzierung hatte das Hahnemannzentrum im Mai mittels einer Schwarmfinanzierung über die Internetplattform startnext aufgetrieben (DNN berichteten). 26 800 Euro waren damals zusammengekommen, 1800 Euro mehr als ursprünglich erhofft.

Inzwischen sei der Architekt recht fleißig gewesen und habe den Bauantrag vor wenigen Tagen im Meißner Bauamt eingereicht, teilt Landmann mit. Das hat Auswirkungen auf den nächsten dreijährigen Homöopathieausbildungskurs im Meißner Hahnemannzentrum, der am 10. September beginnt. „Wenn der an einem Wochenende im Monat stattfindende Kurs ins dritte Jahr geht, wird das neue Seminarhaus dann wahrscheinlich baulich fertiggestellt sein“, sagt Landmann. Dann stehe für die Teilnehmer eine neue homöopathische Lehrpraxis mit allen heute gängigen audiovisuellen Lern- und Darstellungsmitteln bereit. Anamnese- und Fallverläufe ließen sich dadurch viel plastischer präsentieren und durchspielen.

Das Hahnemannzentrum bildet seit 18 Jahren Homöopathen für die eigene Praxistätigkeit aus. Die an dieser Ausbildung beteiligten Dozenten kommen aus Dresden, Oschatz, Berlin und Wien. Mit der Erweiterung der Ausbildungskapazitäten in Meißen – dem Geburtsort des Vaters der Homöopathie Samuel Hahnemann – soll aus einer ein- eine zweizügige Schule für Klassische Homöopathie entstehen. Für den Verein ist das ein wesentlicher Schritt in eine wirtschaftlich sichere Zukunft, zumal das neue Seminargebäude auch für die Einmietung von Festgesellschaften genutzt werden soll. Das sei allerdings laut Landmann nicht der einzige Grund für die Vergrößerung.

„Auch in der Homöopathie ist es so, dass über vielfältige methodische Veränderungen manchmal das Grundlegende verloren geht“, sagt er. Daran festzuhalten und dennoch nicht dogmatisch zu werden, dass sei das Anliegen der Schule in Heilig Kreuz. „Es ist nur noch eine Frage der Zeit, dass mit Gästeherberge und entsprechender Rundumversorgung auch Schüler aus den alten Bundesländern unser Angebot nutzen werden“, hofft Landmann, dass die vergrößerte Schule deutlich mehr Zugkraft entwickelt. Diese Aussichten sind übrigens nicht der einzige Grund für ihn, mit Vorfreude auf die nächsten Monate zu schauen. Im nächsten Jahr begeht man in Heilig Kreuz mit seinen Kräuter- und Apothekergärten das 800-jährige Jubiläum.

Von Uwe Hofmann

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