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Hoflößnitz will Museumskonzept bis 2015 umsetzen

Hoflößnitz will Museumskonzept bis 2015 umsetzen

Weinstraße präsentieren.Jahren umzusetzen.Festsaal gezogen. Der Winzerzug wurde schließlich 1840 als erstes bürgerliches Fest in Radebeul etabliert. Damit stehen gleich zwei Jubiläen in einem Jahr an.

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Schloss Hoflößnitz

Quelle: dpa

Die Hoflößnitz in Radebeul will sich bis Herbst 2015 als rundum saniertes Zentrum der sächsischen

Weinstraße präsentieren. Die Stiftung Hoflößnitz hofft, ihr Museumskonzept bis zum Jubiläumswinzerzug in zwei

Jahren umzusetzen. Schon 1715 waren Hofwinzer um die Tafel von August dem Starken im großen Hoflößnitzer

Festsaal gezogen. Der Winzerzug wurde schließlich 1840 als erstes bürgerliches Fest in Radebeul etabliert. Damit stehen gleich zwei Jubiläen in einem Jahr an.

Das Konzept für die Sanierung des Weinguts liegt in groben Zügen vor. Bis Jahresende soll klar sein, wie die Pläne im Detail aussehen, erklärt Jörg Hahn, Geschäftsführer der Weingut Hoflößnitz GmbH. „2015 ist unser Ziel, ich bin guter Dinge, dass wir das schaffen.“ Über die Eigenmittel der Stiftung

und Zuschüsse der Stadt allein sei der Ausbau aber nicht zu stemmen.

Eine siebenstellige Summe stehe im Raum. Fördertöpfe würden ausgelotet. Die Stadt hält die drängende Frischekur für die Gebäude und den schrittweisen Aufbau einer neuen Dauerausstellung zum sächsischen Weinbau für „sehr wichtig“. Deshalb hat Radebeul für die Zeit von 2008 bis 2015 Finanzspritzen von 1,75 Millionen Euro zugesichert. Saniert ist bereits das Gästehaus des Weinguts. Im Lust- und Bergschloss werden Dach, Fußböden und Fenster erneuert. Kommende Woche ist geplant, dort Marschallstube und die Tafelstube fertig zu stellen. 

Der Denkmalbau wird zu einem „Museumsschloss“ ausgebaut. „Wir wollen dort möglichst authentisch das höfische Leben am Weinberg von einst widerspiegeln“, so Ulrich Reusch, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung. „Es werden aber nur einige ausgewählte historische Originale hier ausgestellt.“ Die Dauerausstellung des sächsischen Weinbaus soll um mehrere Exponate erweitert und künftig im Kavalierhaus untergebracht werden. Acht Räume zu Themen rund um die Geschichte von Weinbau und Weingut stünden dort bereit, wo sich jetzt noch Weinladen und Sonderschau „Jugend im Weinberg um 1800“ befinden. Über

elektronische Medien würden Inhalte der Ausstellung kindgerecht erklärt.

Nach dem Umbau kann man die edlen Tropfen im Pressenhaus kaufen. Das Gebäude soll Ende 2014 bereitstehen, vor allem aber Domizil sein für das „Zentrum des sächsischen Weinbaus“, wo sämtliche Angebote der Winzer für Touristen zusammengefass und für jeden abrufbar wären. Darüber hinaus wird hier – neben einem Service- Punkt in Altkötzschenbroda und dem Hauptsitz im Stadtteilzentrum Ost – einer der drei neuen Anlaufstellen der Radebeuler Tourist-Info platziert.

Das Pressenhaus böte ferner ganzjährig Platz für Veranstaltungen, sagt Reusch.

Bisher finden die laut Stiftung stets ausverkauften Konzerte der Kammermusikreihe im Lust- und Bergschloss nur im Sommer statt, weil man dort nicht heizen kann. Das Pressenhaus könne nach dem Umbau mehr Gäste fassen. Die Mehreinnahmen kämen der gemeinnützigen Stiftung zugute. Diese hat 2012 laut Hahn „sehr positiv“ abgeschlossen. Der Umsatz der Weingutgesellschaft, von deren Pachtzahlungen für Anbauflächen und Gästehaus wiederum die Stiftung profitiert, erhöhte sich um 83 Prozent auf 550 000 Euro. Tendenz steigend.

Stephan Klingbeil

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