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Hochwasserschäden im Stadtmuseum Meißen fast komplett beseitigt

Mehr als 360 000 Euro investiert Hochwasserschäden im Stadtmuseum Meißen fast komplett beseitigt

Reichlich 360 000 Euro Fördermittel gibt Meißen für die Beseitigung von Hochwasserschäden in der heute als Stadtmuseum genutzten früheren Franziskanerklosterkirche aus. Dort haben Restauratoren das „Meißner Rot“ nun wieder zum Leuchten gebracht.

Stadtmuseum Heinrichsplatz, Meißen 51.163204232987 13.472573339951
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Das Archivbild zeigt die Franziskanerklosterkirche unmittelbar vor Beginn der Sanierungsarbeiten.

Quelle: Claus Preussel

Meißen. Mit ruhiger Hand führt Malermeister und Restaurator Bill Quaas den Pinsel, um die vom Hochwasser geschädigte Oberflächengestaltung an den Stützpfeilern der Franziskanerklosterkirche wiederherzustellen. „Gerade beim Auftragen der sogenannten Quaderung darf die Linienführung nicht zu akkurat ausgeführt werden, damit der besondere individuelle Charme der alten Malerei erkennbar bleibt“, erläutert er. Sowohl in der Farbwahl als auch in der Formgestaltung orientiert sich der erfahrene Restaurator an der charakteristischen Ästhetik der Spätgotik.

Das markante „Meißner Rot“ leuchtet nun wieder frisch und hell an den massiven Sandsteinpfeilern der historischen Klosterkirche, der das Junihochwasser 2013 schwer zugesetzt hatte. Vor allem Böden, Heizungen und Elektroanlagen, Türen und Fenster, aber auch Mauerwerk und Wände wurden in Mitleidenschaft gezogen. Immerhin stand das Wasser über mehrere Tage anderthalb Meter hoch in der historischen Hallenkirche am Meißner Heinrichsplatz.

Da das 1457 erbaute Gebäude unter Denkmalschutz steht, war bei den Sanierungsarbeiten besondere Sorgfalt geboten, etwa bei der Aufarbeitung von Holzelementen, der Reinigung der Epitaphe oder der Wiederherstellung historischer Wandgestaltungen. Verwendung fanden daher auch atmungsaktive mineralische Farben, wie sie in der Denkmalpflege häufig gebraucht werden – zuletzt etwa bei der Sanierung der Meißner Afra- und der Frauenkirche.

Museumsleiterin Martina Fischer zeigt sich nicht nur von der Farbwirkung begeistert. Besonders freue sie, dass es im Rahmen der Sanierung gelungen sei, einen langen Wunsch zu verwirklichen, wie sie sagt. In historisierendem Gewand gewährt ein neuer Durchgang auf der Westseite der Hallenkirche nun auch von außen Einblicke ins Museum und soll vorbeischlendernde Meißner und Touristen gleichermaßen auf einen Besuch neugierig machen.

Die Bauarbeiten im Stadtmuseum kosten rund 364 000 Euro und werden mit Fluthilfemitteln bezahlt. Interessierte können das frisch sanierte Stadtmuseum ab Sonnabend begutachten. Dann öffnet die nächste Sonderausstellung des Hauses, die sich unter dem Titel „Arita und Zepner“ dem Porzellan in hiesiger und ostasiatischer Tradition widmet.

Von Uwe Hofmann

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