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Hochwasser in Pirna und Meißen - Kanzlerin Merkel besucht Katastrophengebiet

Hochwasser in Pirna und Meißen - Kanzlerin Merkel besucht Katastrophengebiet

Der Hochwasserscheitel der Elbe ist am Dienstagnachmittag in Pirna und Meißen weiterhin noch nicht erreicht. Entlang des Oberen Elbtals wurde Katastrophenalarm ausgerufen, einige Orte werden evakuiert.

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Hochwasser in Pirna: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verschaffte sich am Dienstag einen Überblick.

Quelle: dpa

Am Mittag kam Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) per Hubschrauber nach Pirna geflogen und verschaffte sich persönlichen einen Eindruck des überschwemmten Krisengebietes.

Für Mittwochabend prognostiziert das Landeshochwasserzentrum für den Pegel Schöna einen Wasserstand bis zu 11,30 m. Im gleichen Zeitraum werden am Pegel Dresden bis zu 8,60 m, in Riesa bis zu 9,65 m und in Torgau bis zu 8,70 m erwartet. Frühestens ab Donnerstag kann mit einem Wasserscheitel gerechnet werden, so die Einschätzung.

Die Lage in Pirna

Am Mittag lag der Pegel in Schöna bei rund 9 Metern mit steigender Tendenz. Für Mittwoch liegt die Prognose bei 11,50 Metern. Der Katastrophenalarm gilt für die Gemeinden Bad Schandau, Reinhardtsdorf-Schöna, Rathmannsdorf, Königstein, Kurort Rathen, Pirna, Stadt Wehlen, Struppen und Heidenau.

In Bad Schandau müssen Anwohner evakuiert werden, wie das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge am Dienstagmittag mitteilte. Ab einem Pegel von 8,50 Metern muss vorsorglich der Strom abgeschaltet werden. In Heidenau sind 2400 Anwohner von Evakuierungen betroffen.

Auch in Pirna ist Wasser in die Altstadt eingedrungen. Die Ortsteile Posta und Obervogelgesang sind derweil abgeschnitten. Die Bevölkerung wird aufgefordert, nicht in das Gebiet zwischen Bad Schandau und Königstein zu fahren. Für Pirnaer und Heidenauer stehen Notunterkünfte bereit. Aktuell sind dies die Turnhalle Sonnenstein an der Struppener Straße 9, Berufsschulzentrum Technik und Wirtschaft in Pirna-Copitz an der Pillnitzer Straße 13a sowie das Pestalozzi-Gymnasium in Heidenau.

Abhängig von den Pegelständen werde der Strom abgeschaltet, so das Landratsamt. Spätestens dann sei von einer Evakuierung auszugehen.

Die Situation in Meißen

Die sächsische Stadt Meißen will wegen des steigenden Hochwassers einzelne Stromleitungen vom Netz nehmen. „Die Vorbereitungen laufen schon“, sagte Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) am Dienstagnachmittag. Wenn die Elbe wie erwartet anschwelle, sei das notwendig. Zuvor hatte das Wasser in Meißen eine Schutzwand überschwemmt und war in die Altstadt gelaufen. Am Morgen wurde ein Pegelstand von 8,06 Meter gemessen. Das Wasser stieg danach weiter an, Bewohner wurden in Sicherheit gebracht. „Wir rechnen mit ähnlichem, wenn nicht gar höherem Hochwasser als 2002“, sagte Meißens Ordnungsamtsleiter Markus Renner.

Kanzlerin Merkel besucht Pirna und verspricht finanzielle Hilfe

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den vom Hochwasser Betroffenen in Sachsen Mut gemacht. Bei einem Besuch in Pirna an der Elbe sagte sie am Dienstag finanzielle Hilfe der Bundesregierung zu, wie zuvor schon in Passau (Bayern). Dabei erwartet sie die Mitwirkung des Landes. „Deshalb wird der Bund mit 100 Millionen Euro als erste Tranche für jeden Euro, den das Land gibt, auch einen Euro Unterstützung geben“, erklärte sie. „Es geht hier um sehr schnelle und unbürokratische Hilfe.“

Unklar ist, wie viel Geld nach Sachsen fließt. Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) rechnet damit, dass bei der Verteilung die Zahl der vom Hochwasser Betroffenen eine Rolle spielt. Es gelte, Menschen in akuter Bedrängnis sofort zu helfen, betonte Merkel. „Wir, die wir nicht vom Hochwasser betroffen sind, werden alles tun, um denen, die dieses zu erleiden haben, auch wirklich zur Seite zu stehen“, versicherte sie. „Wir haben für so viele Dinge Geld, ich denke, gerade in dieser Notsituation werden wir auch Mittel und Wege finden, um den Menschen zu helfen.“ Merkel wurde von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) begleitet

Für Anfragen der Bürger zum Hochwasserereignis wurden Bürgertelefone geschaltet. Auskünfte sind rund um die Uhr erhältlich über die (03501) 515-1133, -1134, -1135, -1136. Alle Infos zu den Pegelständen liefert das [link:700-NR_DNN_62790-1].

dbr/dpa

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