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Hochwasser: Altstadtbrücke in Pirna gesperrt

Hochwasser: Altstadtbrücke in Pirna gesperrt

Während sich im Osterzgebirge die Hochwasserlage entspannt hat und im ehemaligen Weißeritzkreis heute wieder der normale Schulbetrieb beginnt, ist im Elbtal der Scheitelpunkt der Flutwelle noch nicht in Sicht.

Pirna.

Bis auf 11,56 Meter soll der Pegel bis zum Donnerstag in Schöna steigen. In Bad Schandau und den anderen Orten entlang des Flusses liefen und laufen Evakuierungen auf Hochtouren. Stromabschaltungen fanden in den überfluteten Gebieten statt. Auch große Teile der Pirnaer Altstadt sind ohne Strom, so auch das Rathaus. "Die Wasser- und Gasleitungen bleiben in Betrieb", informierte OB Klaus-Peter Hanke (parteilos).

Das Stadtoberhaupt empfiehlt aber allen von der Elbeflut Betroffenen, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen. "Eine medizinische Versorgung oder eine Verpflegung ist in den überschwemmten Bereichen nicht möglich", warnt Hanke. Das Landratsamt rät von Fahrten ins Obere Elbtal ab. Ein Durchkommen ist auf der B172 ab Königstein nicht mehr möglich. Die Innenstadt steht unter Wasser. In der Nachbarstadt Bad Schandau rechnet man sogar mit einem Wasserstand von drei Metern auf dem Markt. Die Bundesstraße ist bis einschließlich Grenzübergang Schmilka gesperrt. Die Staatsstraße 163 bis Pennymarkt und Abzweig Prossen in Rathmannsdorf.

Autofahrer können im Oberen Elbtal nur noch auf der Sachsenbrücke in Pirna von der einen auf die andere Elbseite sicher wechseln. Die Elbbrücke in Bad Schandau ist kaum noch erreichbar; die Altstadtbrücke in Pirna seit gestern Mittag gesperrt. In Copitz war die Zufahrt über die Brückenschleife nicht mehr möglich. Und von der Altstadt nahm immer mehr die Elbe Besitz. Wo am Mittag noch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trockenen Fußes stand, waren wenig später Gummistiefel angesagt. Über die Dohnaische Straße kommend floss die Elbe in Richtung Breite Straße. Der Fluss breitete sich in den Gassen und auf dem Marktplatz aus.

"Es tut weh, dies zu sehen", sagte der frühere OB und heutige Innenminister Markus Ulbig (CDU). Wenn mit dem Hochwasserstand von 2002 gerechnet werde, sei das jetzt noch lange nicht der Endstand. "Es wird noch eine ganze Menge Wasser hinzukommen", so Ulbig. Nach der Flut heiße es dann wieder die Ärmel hochkrempeln. "Wir können so eine Stadt nicht aufgeben", betonte der Minister.

Auf große Sandsackbarrieren in Straßen und Gassen wurde nach den Erfahrungen von 2002 verzichtet. Sie konnten die Flutwelle schon damals nicht aufhalten. Rund 280 Bundeswehrsoldaten füllten gestern dennoch tatkräftig Sandsäcke. Sie können zwar an Türen und Fenstern nicht das Wasser, aber den Schlamm hindern, in die Häuser einzudringen. Land unter heißt es auch in Heidenau. Gestern Abend bot der Damm an der Hafenstraße keinen Schutz mehr.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.06.2013

Silvio Kuhnert

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