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Hochspannung fürs Gewerbegebiet - LTB Leitungsbau siedelt nach Naundorf um

Hochspannung fürs Gewerbegebiet - LTB Leitungsbau siedelt nach Naundorf um

Verstärkung im Gewerbegebiet Naundorf: Die LTB Leitungsbau GmbH siedelt von Dresden nach Radebeul über. Bis zum April 2015 entsteht auf einem ehemaligen Planeta-Gelände an der Friedrich-List-Straße ein dreigeschossiges Bürogebäude mit knapp 3000 Quadratmetern Nutzfläche, eine Werkstatt, Lagerhallen und Freilagerflächen.

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Die LTB-Chefs Jörg Hennersdorf (im Bagger) und Dieter Pusch beim Spatenstich mit OB Wendsche (parteilos) und Architekt Claus-Jürgen Steinkopf (v.l.).

Quelle: Martin Förster

Kostenpunkt: neun Millionen Euro.

Mit der Umsiedlung schließe sich für das Unternehmen ein Kreis, sagte Jörg Hennersdorf, einer der beiden LTB-Geschäftsführer, beim gestrigen ersten Spatenstich. Denn eine Wurzel des Herstellers von Hochspannungsleitungen ist der 1955 in Radebeul gegründete VEB Energiebau, der später nach Dresden ging und nach 1990 mit der Mannheimer ABB Leitungsbau verschmolz. Vor acht Jahren trennten sich die Dresdner aus dem Konzern, zahlen seither eine Miete für ihre Räumlichkeiten an ABB. Wenn dieser Mietvertrag in zwei Jahren ausläuft, wollen sie in ihrem neuen Radebeuler Domizil untergekommen sein.

Dort werden 60 Mitarbeiter tätig sein, deutschlandweit beschäftigt LTB 300 weitere Mitarbeiter. Das Unternehmen ist einer von zwei großen Herstellern von Hochspannungsleitungen in Deutschland. In der neuen Konzernzentrale geht es vor allem um die Planung von Leitungsnetzen bis hin zu Verhandlungen mit Grundstückseigentümern, um Ingenieurleistungen, die Prüfung der Technik und das Projektmanagement für die Montage von Anlagen. Ebenso wird am Standort das Lager und der Maschinenpark untergebracht, für die derzeit noch in Wurgwitz ein Standort unterhalten werden muss. Diese Konzentration beider Unternehmensteile sei einer der wesentlichen Vorteile am neuen Standort, sagt Chef Hennersdorf. Außerdem ist der Elektroarmaturenhersteller Riebe, der ein wichtiger Zulieferer von LTB ist, ebenfalls ein Radebeuler Betrieb.

Hinzu kommt die gute Anbindung, wie Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) meint. LTB muss viele schwere Maschinen wie Kräne bewegen, da sei es ein Vorteil, dass die Autobahn über die Niederwarthaer Brücke nicht weit sei. Doch auch persönliche Beziehungen haben bei der Umsiedlung eine Rolle gespielt. LTB-Geschäftsführer Dieter Pusch ist Radebeuler und hatte schon vor eineinhalb Jahren angefragt, was die Lößnitzstadt an Flächen anbieten könne. Dass OB Wendsche ihn daraufhin in sein Auto verfrachtet hat, um in Frage kommende Standorte persönlich mit ihm in Augenschein zu nehmen, hat offenbar Wirkung gezeigt.

Insofern ist die Ansiedlung des Unternehmens, das seinen Jahresumsatz auf etwa 70 Millionen Euro beziffert, auch ein persönlicher Erfolg für Wendsche. Denn seit Jahren hat das Stadtoberhaupt mit schwächelnden Gewerbesteuereinnahmen zu kämpfen. 2007 konnte die Stadtkasse noch 12,28 Millionen Euro einnehmen, ehe die Steuereinkünfte wegen der Einsparungen bei KBA Planeta und dem Weggang von Teva um ein Viertel fielen. Im Vorjahr wurden rund acht Millionen Euro eingenommen. In diesem Jahr sind eigentlich 9,5 Millionen Euro eingeplant, nach bisherigen Prognosen wird die Kämmerei am Ende des Jahres aber etwa eine Million Euro weniger einnehmen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.06.2013

Uwe Hofmann

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