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Hobby-Geologe macht bemerkenswerten Gesteinsfund im Triebischtal

Wilde Eier Hobby-Geologe macht bemerkenswerten Gesteinsfund im Triebischtal

"Einen so schönen Fund habe ich in meinem Leben noch nicht gemacht", sagt Holger Sickmann. Das will etwas heißen, ist der leidenschaftliche Hobby-Geologe doch oft mit Hammer und Meißel in der Region unterwegs.

Dieses sogenannte Wilde Ei hat Hobbygeologe Holger Sickmann im Triebischtal gefunden.

Quelle: Stadt Meißen

Meißen. "Einen so schönen Fund habe ich in meinem Leben noch nicht gemacht", sagt Holger Sickmann. Das will etwas heißen, ist der leidenschaftliche Hobby-Geologe doch oft mit Hammer und Meißel in der Region unterwegs, stets auf der Suche nach interessanten Gesteinen und Mineralen. An diesem Sonntag aber hat es selbst ihm die Sprache verschlagen. Im Triebischtal entdeckte er ein so genanntes wildes Ei, einen etwa 80 Zentimeter großen Stein, der eine rötlichbraune Maserung offenbart und in der Vielfalt an Farben und Zeichnungen optisch an das Erscheinungsbild von Jaspismineralen erinnert.

Über wilde Eier wird in der Forschung viel diskutiert und auch nach mehr als 100 Jahren ist ihr Ursprung nicht vollständig geklärt. Es handele sich bei ihnen nicht um ein Mineral, sondern um eine "Erscheinung, die der Petrologie, der Gesteinskunde zugeordnet ist und als Sphärolith oder auch als Lithophyse" beschrieben wird, sagt Professor Gerhard Heide von der Bergakademie Freiberg. Damit sind Porphyrkugeln gemeint, die Achatbestandteile haben und vulkanischen Ursprungs sind. Sie verweisen damit auf die geologische Vergangenheit des Meißner Umlands, das vor etwa 300 Millionen Jahren durch hohe vulkanische Aktivität geprägt wurde.

Wie genau die damaligen Verhältnisse zur Entstehung der wilden Eier geführt haben, ist noch nicht erforscht. Klar ist nur, dass sie sich als Kristallisationskeime in der Schmelze gebildet haben müssen und heute stellenweise an erodierenden Hängen in Ausmaßen von bis zu einen Meter gefunden werden können. Fundorte liegen vor allem im Bereich Garsebacher Schweiz, Dobritz und Hohe Eifer.

Woher die wilden Eier ihren Namen haben, ist ebenfalls nicht vollständig geklärt. Eine Theorie besagt, dass Glasarbeiter so die im Pechstein eingeschlossenen Gesteinskugeln bezeichneten, die sich nicht einschmelzen ließen. Bei Pechstein handelt es sich um vulkanisches Glas, das die Forschung für das älteste der Erde hält. Meißen ist für sein großes Vorkommen an Pechstein bekannt, das bis in die 50er Jahre hinein der Glasindustrie als Rohstoff diente.

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