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Historisch feiern auf der Hoflößnitz

Weinfest Historisch feiern auf der Hoflößnitz

Jedes Jahr im Oktober feiert die Hoflößnitz ihr traditionelles Weinfest. Dieses Jahr knüpft das mehr als 600 Jahre alte Weingut an seine lange und adlige Geschichte an. Am 8. und 9. Oktober begeht das Weingut das Fest im barocken Gewand samt Hofgesellschaft, Musik und Tanz.

Jörg Hahn und Anne Schierack als Baron von Löwendal und Friederike von Cosel. Der Geschäftsführer empfängt die Weinfestgäste am Wochenende kostümiert.

Quelle: pfm

Radebeul. Jedes Jahr im Oktober feiert die Hoflößnitz ihr traditionelles Weinfest. Dieses Jahr knüpft das mehr als 600 Jahre alte Weingut an seine lange und adlige Geschichte an. Am 8. und 9. Oktober begeht das Weingut das Fest im barocken Gewand samt Hofgesellschaft, Musik und Tanz. Der Anlass findet sich sogar im „Lößnitzer Manual“, den Annalen des Hauses: Am Fuße der Lößnitzhänge wurde das Weinfest im Jahre 1727 zusammen mit dem 19. Geburtstag der Friederike Alexandrine Reichsgräfin von Cosel gefeiert.

Die spätere polnische Gräfin war die legitimierte Tochter des Kurfürsten August des Starken und seiner berühmten Mätresse Anna Constantia von Cosel. Geschäftsführer Jörg Hahn erklärt: „Die Idee kam nach unserem gesamtdeutschen Winzerumzug. Jetzt wollen wir uns auf unsere Wurzeln zurückbesinnen.“ Und wenn der Adel eines gekonnt habe, dann feiern, ergänzt Hahn.

Das Fest steht deshalb ganz im Zeichen der historischen, „churfürstlichen“ Geburtstagskultur. Die Opernsänger Wieland Müller und Anne Schierack mimen den Bacchus sowie Friederike von Cosel. Beide begleiten das Fest mit Sonaten und Arien. Für die Kostümierung sorgen neben einer barocken Tanzgruppe und historischen Musikgruppen die Laiendarsteller von „baroque de saxe“ und des Dresdner Barockvereins. Hahn selbst tritt als Baron von Löwendal auf, dem Vormund von Friederike.

Zukünftig werden alle Weinfeste ein historisches Thema haben. „Das Wochenende ist nur der Auftakt. Nächste Jahr veranstalten wir ein barockes Jagdfest und 2020 planen wir einen Winzerumzug.“ Ob dieser so groß wie 2015 werde, wisse er nicht, die Vision sei aber da. Der sächsische Kurfürst wird, historisch korrekt, nicht anwesend sein. „Zum Geburtstag seiner Tochter hat sich August der Starke wahrscheinlich irgendwo mit zwei gut situierten Damen vergnügt. Dabei war er jedenfalls nicht“, weiß Hahn.

Von Paul Felix Michaelis

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