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Hintergrund: Die Eskalation der rechten Gewalt in Heidenau

Hintergrund: Die Eskalation der rechten Gewalt in Heidenau

Rechte Krawalle rund um ein Flüchtlingsheim haben das sächsische Heidenau in die Schlagzeilen gebracht.19.08.: Die Stadt teilt mit, dass die Landesdirektion sie unterrichtet habe, in dem leerstehenden Praktiker-Baumarkt an der B 172 eine Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber einrichten zu wollen.

Deutsche Presse-Agentur dpa

Rechte Krawalle rund um ein Flüchtlingsheim haben das sächsische Heidenau in die Schlagzeilen gebracht. Ein Abriss der Ereignisse:

19.08.: Die Stadt teilt mit, dass die Landesdirektion sie unterrichtet habe, in dem leerstehenden Praktiker-Baumarkt an der B 172 eine Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber einrichten zu wollen. Am selben Abend gibt es eine erste Demonstration dagegen.

20.08.: Es kommt zu einer weiteren Kundgebung auf einem Parkplatz gegenüber dem ehemaligen Baumarkt. Wie schon am Vortag ist NPD-Stadtrat Nico Rentzsch laut Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken einer der Redner, der zum Widerstand aufruft.

21.08.: Laut Polizei schließen sich rund 1000 Menschen einer Demonstration von Rentzschs NPD an. Im Anschluss versuchen einige Teilnehmer die B 172 zu blockieren, um die Anreise der ersten Flüchtlinge zu verhindern. Etwa 600 Rechtsextreme ziehen dann zu dem ehemaligen Baumarkt. Mit dem Alkoholpegel steigt die Aggressivität. Die Polizei wird mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen. Immer wieder gibt es Blockadeversuche. Am Ende sind 31 Beamte verletzt, einer schwer. Erst in der Nacht und unter Polizeischutz gelangen erste Flüchtlinge in die Unterkunft.

22.08.: Erstmals formiert sich mit laut Polizei 250 Flüchtlings-Unterstützern nennenswerter Protest gegen die rechten Umtriebe. In etwa gleich viele Gegner der Unterkunft finden sich erneut auf dem gegenüberliegenden Parkplatz ein. Kurz vor 23.00 Uhr ein plötzlicher Gewaltausbruch: Wie auf Kommando werden die Polizeikräfte vor der Unterkunft massiv mit Flaschen, Steinen, Feuerwerkskörpern und Teilen einer Baustellenabsperrung angegriffen. Zwei Beamte werden verletzt.

23.08.: Die Polizei richtet einen Kontrollbereich rund um das Heim ein, in dem anlasslos Personalien und Taschen überprüft werden können. Schaulustige und Rechtsextremisten werden so auf Distanz gehalten. Flüchtlingsunterstützer lässt die Polizei dagegen bis zum Heim vor, auch einen „schwarzen Block“ der Antifa Dresden. Zunächst ist alles friedlich. Auf dem Rückweg zum Bahnhof kommt es später doch noch zur Gewalt. Antifa-Anhänger greifen eine Gruppe von Menschen an, die sie offenbar dem rechten Spektrum zuordnen. Die Polizei geht mit Schlagstock und Pfefferspray dazwischen. Wieder gibt es Verletzte.

dpa

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