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Himmel und Hölle zum Weinfest in Radebeul

Himmel und Hölle zum Weinfest in Radebeul

Ein Spektakel zwischen "Himmel und Hölle" verspricht das 23. Herbst- und Weinfest in Radebeul getreu seinem diesjährigen Motto zu werden. Und das unabhängig vom heute feststehendem Ausgang der Wahl zu Deutschland schönstem Weinfest.

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Heiki Ikkola von der Compagnie Freaks und Fremde, Weinkönigin Katja Riedel und Weingott Bacchus alias Herbert Graedtke (v.l.) stimmen sich auf das Weinfest ein.

Quelle: Stephan Klingbeil

Vom 27. bis 29. September wird sich das Areal in Altkötzschenbroda wieder zum Festplatz mit Theater verwandeln. Gut 50 000 Besucher erwartet Radebeul an den drei Tagen. Allein am erneut eintrittsfreien Eröffnungstag rechnet das Radebeuler Kulturamt mit bis zu 20 000 Gästen. Hotels und Pensionen der Lößnitzstadt seien schon seit Monaten ausgebucht. Die ganze Region verdient am Tourismus während der Festtage, zumal zeitgleich auch Meißen Weinfest feiert - in den Vorjahren mit ähnlich hohen Besucherzahlen wie in Radebeul.

Gäste von Altkötzschenbroda dürfen sich auf neue Künstler und Bewährtes freuen. Händler und Winzer bieten so wieder Wein, Kunsthandwerk und mehr feil. Die Höfe am Anger öffnen, Bands wie Mateo, Apparatschik oder Mahala Rai Banda animieren zum Tanzen. Zum Finale am Sonntag lockt Richard von Gigantikow zu den Elbwiesen, wo sein Kunstwerk "Laby Paradi" brennen wird.

Begleitet wird das Weinfest erneut vom Internationalen Wandertheaterfestival. Neu in diesem Jahr: Amateurtheater bekommen fortan ihre Chance, sich einem größeren Publikum zu zeigen. Zum Auftakt wird so das Radebeuler "Theater Heiterer Blick" im Luthersaal spielen. Kommendes Jahr sollen andere Laiengruppen auftreten. Ein weiteres Novum: das Theater in der Wohnstube. In einer Privatwohnung am Anger treten "Muriel und Cesar" vor 20 Gästen auf.

15 Ensembles aus neun Ländern hat der Künstlerische Leiter Helmut Raeder eingeladen. Viele der Künstler werden von Anwohnern vor Ort unterstützt. Nach der Flut fehlen noch mehr Lager-Flächen denn je. Die Sporthalle an der Festwiese wird renoviert. Nun helfen Radebeuler mit reichlich Stauraum aus, sagt Stadtmitarbeiterin Cornelia Bielig. Die Compagnia Teatrale Corona aus Italien mit ihren prächtigen Kostümen kommt indes im Feuerwehrhaus unter. Sie reisen spontan an, eine Unterkunft vor Ort hätten sie wohl nicht gefunden.

Insgesamt sind beim Festival, bei dem ein Publikumspreis verliehen wird, 61 Vorstellungen geplant. "Den Zuschauern steht eine Achterbahnfahrt der Gefühle bevor", so Raeder. Vor ernstem Stoff verschließen sich die Festmacher nicht. So erzählt etwa das niederländische Theater "Prins de Paard" gleich zur Eröffnung am 27. September von der Hölle des Krieges. In der Inszenierung "Der Flug" schildern die Künstler auf einer eigens errichteten Bühne auf den Elbwiesen die letzten Minuten eines alliierten Bomberpiloten. Tags darauf folgen zwei weitere Aufführungen.

Der Radebeuler Schauspieler Herbert Graetke findet die Auswahl der Stücke nicht schlecht. "Man muss nicht immer Schenkelklopfer haben", sagt Graetke, der wieder als Weingott Bacchus über den Anger wandeln wird. Der von ihm geleitete Förderverein Internationales Wandertheaterfestival unterstützt den Auftritt von "Prins de Paard" - mit dem Erlös aus dem Verkauf der 350 Flaschen des Festweins "Himmel und Hölle".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.09.2013

Stephan Klingbeil

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