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Herbst- und Weinfest in Radebeul

Gelungenes Doppeljubiläum Herbst- und Weinfest in Radebeul

"Die Musik ist in diesem Jahr besser", war man sich am Sonnabend auf dem Radebeuler Herbst- und Weinfest einig, nachdem auf der Bühne am Kuffenhaus erst die 13-Mann-Combo Sidral Brass Band aus Katalonien der Menge eingeheizt und anschließend die französisch-US-amerikanische Band Ginkgoa das Publikum in Bewegung versetzt hatte.

Radebeul.

 Das ist natürlich eine Frage des Geschmacks, über die sich streiten lässt. Auf alle Fälle ist es aber so, dass das Herbst- und Weinfest in seiner 25. Ausgabe wie auch das seit 20 Jahren dazugehörende Internationale Wandertheaterfestival ein kenntnisreiches Publikum haben. Das zieht Vergleiche, lobt und meckert. Etwa darüber, dass die bereits zum fünften Mal eingeladene Compania Teatrale Corona ihr gemeinsam mit dem Chor der Landesbühnen Sachsen inszeniertes Programm auf den Elbwiesen sieben Minuten zu spät begann, wie ein Pendant im Publikum vorrechnete. Oder dass der Einlass ins Hoftheater so schmal ist, dass sich der Besucher in all der drängenden Enge an ein Viehgatter erinnert fühlt. Das Muhen aus der einströmenden Masse darf als witziger Besserungsvorschlag an die Organisatoren verstanden werden.

Angesichts dieser Aufzählung wird deutlich: Viel zu mosern gibt es wirklich nicht. Ganz im Gegenteil, wartete man doch zum Doppeljubiläum des Weinfests mit gleich vier ehemaligen Preisträgern im Programm auf. Dazu sonnig-trockenes Herbstwetter, wie es sich die Winzer wünschen, Trubel, Schäkern und Schlemmen in den Weindörfern an beiden Enden des Dorfangers Altkötzschenbroda und Klassiker wie das aus Holz zusammengezimmerte Labyrinth von Richard von Gigantikow, das wie immer zum Abschluss ein Raub der Flammen wurde. Ergibt: Mehr als 50 000 Besucher, was im Radebeuler Kulturamt als voller Erfolg gewertet wird.

Es gab auch Neues. So fanden Kinder auf der Streuobstwiese mehr Spielmöglichkeiten. Dort hatte man sich außerdem für eine Installation der Chilenen Muriel Cornejo und César Olhagaray entschieden. Das an ein Spinnennetz erinnernde Labyrinth war Sonnabend Kulisse für ein Konzert der Lokalmatadoren Land Über. Eine nachvollziehbare Entscheidung trafen die Organisatoren bei der Vergabe des Publikumspreises des Wandertheaterfestivals: Keiner der bisherigen Preisträger durfte an der Wahl teilnehmen, auch nicht das Klamauktrio Teatro Necessario, das mit seinem Stück "Nuova Barberia Carloni" zu den Programm-Höhepunkten zählte. Das Rennen unter den 14 im Wettbewerb verbliebenen Gruppen und Solokünstlern machte der Italiener Ennio Marchetto mit einer Mischung aus Papierfaltkunst, Travestie und Hitparade.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.09.2015

Uwe Hofmann

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