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Heinrich Timmerevers wird neuer Bischof in Dresden-Meißen

Nachfolger Heinrich Timmerevers wird neuer Bischof in Dresden-Meißen

Weihbischof Heinrich Timmerevers aus Münster soll neuer katholischer Bischof des Bistums Dresden-Meißen werden. Medienberichten zufolge hatten die Staatsregierungen von Sachsen und Thüringen der Entscheidung am Dienstag zugestimmt.

Weihbischof Heinrich Timmerevers aus Münster soll neuer katholischer Bischof des Bistums Dresden-Meißen werden.

Quelle: dpa

Dresden. Seit sieben Monaten ist das Bistum Dresden-Meißen ohne Bischof - nun gibt es einen neuen Oberhirten. Der Münsteraner Weihbischof Heinrich Timmerevers wechselt nach Dresden und wird 50. Bischoff der drittkleinsten deutschen Diözese. Die Ernennung durch Papst Franziskus wurde zeitgleich am Freitag um 12 Uhr im Vatikan, Dresden und Vechta bekannt gegeben. Der 63-jährige Timmerevers tritt damit die Nachfolge von Heiner Koch an, der seit September 2015 Erzbischof von Berlin ist. Ein Termin dafür steht allerdings noch nicht fest.

Er komme als „Lernender“ und wolle Neues kennenlernen, sagte Timmerevers in Vechta. Die katholische Kirche in Ostdeutschland sei in der Diasporasituation und habe in schweren Zeiten den Glauben durchgetragen. „Das beeindruckt mich sehr.“ Er freue sich auf die Menschen, „auf viele gute Begegnungen und Gespräche“.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) gratulierte: „Ich habe Bischof Timmerevers als zupackenden Baumeister der heutigen Kirche kennengelernt, der nicht nur lateinisch sondern auch lebensnah spricht.“ Das seien gute Voraussetzungen, um die Kirche in Sachsen in die Zukunft zu führen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, lobte die „reiche pastorale Erfahrung“ und die „segensreiche Zeit als Weihbischof im Bistum Münster“ als beste Voraussetzungen für die neuen Aufgabe.

Timmerevers, der als eines von sechs Kindern einer Landwirtsfamilie im Kreis Cloppenburg aufwuchs, ist seit 2001 Weihbischof im Bistum Münster. Die Auswahl habe ihn sehr berührt und gefreut, „aber auch innerlich aufgewühlt“, schrieb er an seine künftigen Gemeinden in Sachsen und Ostthüringen.

Seiner neuen Aufgabe will er auch sprachlich gerecht werden. Zwar könne er Plattdeutsch, so Timmerevers. „Aber das ist etwas anders als Sächsisch. Ich muss es lernen.“ Sachsen sei ein Land, das er nicht kenne - als Tourist sei er aber schon in Dresden gewesen.

In etwa zehn Tagen will der Geistliche erstmals offiziell kommen und auch beim Deutschen Katholikentag vom 25. bis 29. Mai in Leipzig dabei sein. Dort gebe es Möglichkeit für ein erstes „Beschnuppern“, so Klemens Ullmann als Leiter des Domkapitels, das Timmerevers auswählte. Zuvor hatte der Heilige Stuhl aus einer Liste von Vorschlägen drei Kandidaten benannt.

Mit Timmerevers bekomme das Bistum Dresden-Meißen einen erfahrenen Bischof, der nah an den Menschen sei, sagte Diözeseadministrator Andreas Kutschke, der das Bistum Dresden-Meißen in den vergangenen Monaten kommissarisch leitete. Timmerevers habe Erfahrung im ökumenischen Dialog - das sei gerade für die Region wichtig.

dpa

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