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Heidenauer SV: Kapitän Christian Fröhlich zieht ein positives Zwischenfazit

Heidenauer SV: Kapitän Christian Fröhlich zieht ein positives Zwischenfazit

"Paule ist in einer starken Verfassung", sagt Bernd Fröhlich. Der Trainer des Fußball-Oberligisten Heidenauer SV meint seinen Kapitän Christian Fröhlich.

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Christian Fröhlich (li.) überzeugt immer noch mit einer feinen Technik am Ball in der Oberliga, hat sich aber für das Familien-und Berufsleben entschieden.

Quelle: Marko Förster

Heidenau . Heidenau (DNN). "Paule ist in einer starken Verfassung", sagt Bernd Fröhlich. Der Trainer des Fußball-Oberligisten Heidenauer SV meint seinen Kapitän Christian Fröhlich. Der 34-Jährige ist der Denker und Lenker im Spiel des Aufsteigers und zugleich mit vier Treffern der bisher erfolgreichste Torschütze. Kein Wunder, dass der HSV bestrebt war, den Vertrag mit seinem Spielführer zur Verlängerung zu bringen. "Inzwischen läuft der Kontrakt bis 2014", erklärt Christian Fröhlich.

Ein erstes Zwischenfazit des Kapitäns hört sich positiv an: "Ich denke, dass wir mit zehn Punkten relativ zufrieden sein können, auch wenn ich denke, dass es drei Zähler hätten mehr sein können." Richtig geärgert hat sich der Mittelfeld-Routinier über das letzte Spiel in Chemnitz, als die Heidenauer ihre erste Saison-Niederlage bei den CFC-Fohlen kassierten. "Da haben wir als Mannschaft, abgesehen von den letzten 20 Minuten, komplett versagt, ist der "alte Hase" enttäuscht. Zwar war der HSV mit einem energischen Schlussspurt von 0:3 auf 2:3 herangekommen, aber zum Punktgewinn reichte es nicht mehr. "Und der war allemal drin", erinnert sich der Spielführer.

Dennoch, als Staffelfünfter steht der Neuling im Moment hervorragend da, auch wenn der Kapitän das offensichtlich so erwartet hatte: "Wir sind mit einer eingespielten Truppe ins Rennen gegangen und haben uns punktuell noch verstärkt. Aufgrund der Altersstruktur hat die Mannschaft sehr viel Erfahrung und die kommt uns natürlich auch in der fünften Liga zugute. Außerdem haben wir mit Axel Keller den besten Torwart der Liga, der ohne weiteres bei einem Verein zwei Klassen höher zwischen den Pfosten stehen könnte", lobt er seinen Mitspieler, der vor einem Jahr nach dem Zweitliga-Aufstieg mit der SG Dynamo Dresden nach Heidenau wechselte.

Rückblende: Zweimal hatten die Heidenauer im Sommer 2011 für personelle Paukenschläge gesorgt. Erst verpflichtete der damalige Landesligist Torhüter Keller, kurz danach unterschrieb mit Christian Fröhlich ein weiterer namhafter Ex-Profi. Zuvor hatte "Paule" mit dem Chemnitzer FC den Aufstieg in die 3. Liga geschafft. Allein Keller und Fröhlich bringen es zusammen auf 343 Zweit- und Drittligapartien. Investitionen, die sich für den HSV längst ausgezahlt haben. Für Christian Fröhlich war der Aufstieg mit dem Heidenauer SV bereits der vierte in seiner Laufbahn. "Ganz am Anfang meiner Karriere bin ich mit den Amateuren von 1860 München in die Regionalliga aufgestiegen. Und dann mit Dynamo 2004 von der Regionalliga in die zweite Liga. Meine schönste Zeit als Profifußballer, denn in meiner Heimstadt herrschte auch damals schon eine unglaubliche Euphorie."

Bereits als 17-Jähriger hatte der begnadete Techniker bei den Schwarz-Gelben seinen Einstand im Männerbereich gegeben, ehe er 1996 zu den Münchner "Löwen" wechselte. Eine große Ehre war ihm zwei Jahre zuvor zu Teil geworden. "Ich wurde ausgewählt und durfte mit zum WM-Eröffnungsspiel nach Chicago fliegen. In der Maschine saß auch Helmut Kohl, der zu uns nach hinten kam und alle begrüßte", erinnert er sich.

"Nach einer Stadtrundfahrt sahen wir dann das Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Bolivien, das Jürgen Klinsmann mit seinem Treffer entschied. Es war ein unvergessliches Erlebnis, obwohl wir nicht einmal 24 Stunden in den Staaten waren", hat sich der Ausflug in das Gedächtnis von Fröhlich gebrannt.

Sportlich musste er sich damals allerdings gedulden. Erst 2002 durfte er beim FC St. Pauli endlich sein erstes Zweitligaspiel absolvieren. Trotz der weiteren Gastspiele in Jena oder Offenbach, zog es ihn immer wieder in die sächsische Heimat. Dreimal unterschrieb er beim Chemnitzer FC, zweimal bei Dynamo. In Dresden hat er für seine Familie, Lebensgefährtin Manuela, die in der Stadt eine eigene Physiotherapie betreibt, sowie die Mädchen Clara (2) und Emma (5), ein Haus gebaut. Nach dem Vertragsende in Chemnitz "hätte ich mir schon noch zwei Jahre als Profi zugetraut", sagt er. "Es gab damals auch Anfragen, aber letztendlich habe ich mich für meine berufliche Zukunft und die Familie entschieden", erklärt er seine damalige Weichenstellung gen Berufs-und Familienleben.

Als diplomierter Sportmanager ist er bei seinem Bruder Alexander (Fröhlichs Sportmanagement) eingestiegen. Am 27. Oktober feiert "Paule" übrigens seinen 35. Geburtstag. Was er an diesem Tag machen wird, weiß er heute schon ganz genau: "Wir spielen in Laubsdorf. Vielleicht gelingt uns dort der erste Auswärtssieg. Das wäre doch ein schönes Präsent."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.10.2012

Jürgen Schwarz

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