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Heftiges Unwetter im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge - Katastrophenalarm ausgelöst

Heftiges Unwetter im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge - Katastrophenalarm ausgelöst

Nach heftigen Unwettern ist am Sonntag in Teilen Sachsens Katastrophenalarm ausgelöst worden. „Es gibt überschwemmte Straßen, abrutschende Hänge und Hagel von bis zu einem Meter Höhe“, sagte eine Sprecherin des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Aufgrund des starken Regens hätten Evakuierungen vorbereitet werden müssen.

Der Katastrophenalarm galt laut Annette Hörichs, Sprecherin des Landratsamtes in Pirna, für Dippoldiswalde, Schmiedeberg, Hartmannsdorf-Reichenau, Berggießhübel, Bad Gottleuba und Rosenthal-Bielatal sowie seit Sonntagabend auch für Glashütte. „Wir kämpfen im gesamten Kreis mit überschwemmten Straßen und abrutschenden Hängen, zudem hat es extrem gehagelt“, erklärte Hörichs gegenüber den DNN. In der Gemeinde Schmiedeberg lag der Hagel bis zu einen Meter hoch, es sah aus wie im Winter.

Die Bundesstraße 170 musste derweil zwischen Schmiedeberg und Dippoldiswalde in beiden Richtungen wegen einer Schlammlawine gesperrt werden, das gleiche galt für die B 171 im Bereich Reichenau. „Ortskundige Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren“, warnte der sächsische Verkehrswarndienst.

Der Starkregen ließ auch viele kleine Flüsse im Landkreis wieder bedrohlich anschwellen. Entlang der Sebnitz, Polenz und Kirnitzsch heulten am Nachmittag drei Minuten lang die Sirenen. Steffen Klemt, der Leiter des örtlichen Verwaltungsstabes, löste das Alarmsignal aus, um die Anwohner vor gefährlichen Überflutungen zu warnen. Der Pegel der Sebnitz lag nach Angaben des sächsischen Landeshochwasserzentrums gestern Mittag um 12 Uhr noch bei friedlichen 58 Zentimetern, vier Stunden später war er über einen Meter drüber. Innerhalb kürzester Zeit musste für den Fluss Alarmstufe 3 ausgerufen werden. Am Montagmorgen galt aber für keinen der betroffenen Flüsse im Dresdner Umland mehr eine Hochwasser-Warnstufe.

Auch im Landkreis Bautzen war es zu Überschwemmungen gekommen. Betroffen waren die Gemeinden Weißenberg und Hochkirch, wie der Landkreis mitteilte. Zahlreiche Straßen wurden überflutet. Es kam zu einer Reihe von Verkehrseinschränkungen. Unter anderem war die Abfahrt Weißenberg der Autobahn 4 gesperrt.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete örtlich Niederschläge von mehr als 80 Litern pro Stunde auf einem Quadratmeter Fläche. Auf die Lage in den Hochwassergebieten entlang der Elbe soll das Unwetter jedoch keine gravierenden Auswirkungen haben, teilte das Landeshochwasserzentrum mit.

„Was im hiesigen Einzugsgebiet passiert, wird die Elbe kaum beeinträchtigen“, sagte eine Sprecherin. In einzelnen Gebieten könnten allerdings Bäche und Flussläufe plötzlich anschwellen und überlaufen. Nasch angaben des deutschen Wetterdienstes war ganz Sachsen von teils heftigen Regenfällen betroffen. So fielen in Dürrhennersdorf (Landkreis Görlitz) am Abend innerhalb einer Stunde 36 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. In Oschatz waren es 30 Liter.

dpa

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