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Hagelschaden in Wackerbarths Weinbergen: Unwetter in Diesbar-Seußlitz schädigt die Hälfte der Rebfläche

Hagelschaden in Wackerbarths Weinbergen: Unwetter in Diesbar-Seußlitz schädigt die Hälfte der Rebfläche

Schock im Staatsweingut Schloss Wackerbarth: Ein halbstündiger Hagelschauer hat am Dienstagnachmittag in den Weinbergen bei Diesbar-Seußlitz gewütet, die zum Staatsweingut gehören.

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Die Luftaufnahme von der Heinrichsburg (auf dem Terrassenweinberg) in Diesbar-Seußlitz zeigt ein idyllisches Bild. Ein Hagelschauer hat in den Weinbergen jedoch gehörigen Schaden angerichtet. Wackerbarth befürchtet große Ernteausfälle.

Quelle: Juergen-Michael Schulter

Insgesamt 50 Hektar Rebfläche seien beschädigt, teilt Wackerbarth mit. Das ist ein Schaden von durchaus bedrohlicher Größe, verfügt das Staatsweingut doch insgesamt über eine Fläche von 104 Hektar Wein. Allerdings lasse sich noch nichts über die Schwere der Verluste sagen, heißt es aus dem Radebeuler Weingut. Nur so viel sei klar: "Die Weintrauben in dem Gebiet weisen zum Teil deutliche Schäden auf."

Entsprechend wird mit Ernteausfällen gerechnet. Das Ausmaß lässt sich allerdings nur schwer kalkulieren, weil auch der weitere Jahresverlauf darüber entscheidet. Geht das Weinjahr von nun an glimpflich voran, so dass der Wein unbehelligt reifen kann, lässt sich noch manches retten. Gibt es Probleme mit Nässe und Fäulnis, könnte sich alles noch deutlich verschlimmern, weil die Pflanzen durch die Hagelschäden bereits geschwächt sind.

Für Wackerbarth tun sich damit erhebliche Probleme auf. In den betroffenen Lagen, von Laubach bis zur Heinrichsburg, baut das Staatsweingut unter anderen seine Sektgrundweine und Frühburgunder an. Ein deutlicher Rückgang der Erntemengen wirkt sich direkt auf die Sektproduktion am Radebeuler Stammsitz aus, für die das Weingut in der Hauptsache bekannt ist. Die Lage wird dadurch erschwert, dass das Staatsweingut in den Vorjahren erhebliche Ernteverluste hinnehmen musste. Wackerbarth-Chefin Sonja Schilg bringt diesen Umstand mit der Formel "zwei aus fünf" zum Ausdruck. Das bedeutet: Aus den letzten fünf Jahrgängen fehlen zwei wegen witterungsbedingter Ausfälle nahezu komplett, wenn man die Ernteverluste zusammenzählt. "Vor allem Frostschäden und starke Regenfälle sowie Hagel führten zwischen 2009 und 2013 zu einem erheblichen Einschnitt bei der Erntemenge", heißt es dazu an entsprechender Stelle in der Mitteilung von Wackerbarth.

Dennoch sei derzeit die Gefahr gering, dass die Sektproduktion austrockne, wie Wackerbarth-Sprecherin Chris Gärtner auf DNN-Anfrage bestätigt. Zwar decke der derzeitige Sektbestand nicht den Jahresbedarf, in der auf Wackerbarth üblichen Flaschengärung reifen aber noch genügend Sekte nach. Dennoch lässt sich kaum von einem üppig gefülltem Weinkeller sprechen, sodass jeder Ausfall ins Gewicht fällt. "Wir hoffen natürlich trotz allem auf eine ordentliche Ernte", sagt Gärtner.

Das wäre der tröstliche Ausgang für ein Weinjahr, dass bereits vor der Blüte mit Schwierigkeiten begann. So kämpften die Winzer des Staatsweinguts im April gegen Spätfrost in den Flachlagen der Radebeuler, Weinböhlaer und Seußlitzer Weinberge. Um die Knospen der Rebstöcke zu schützen, entfachten sie in den Nächten zahlreiche Feuerstellen. Dennoch gab es Erfrierungen (DNN berichteten).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.07.2014

Uwe Hofmann

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