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Guntram Vesper kommt am Wochenende zum Literaturfest Meißen

235 Lesungen an vier Tagen Guntram Vesper kommt am Wochenende zum Literaturfest Meißen

Eigentlich hatte Guntram Vesper schon abgesagt. Nach einigen Überredungen ist es dann aber doch gelungen, den Preisträger der Leipziger Buchmesse für das Literaturfest Meißen zu gewinnen. „Wir haben ihm von unserem Konzept erzählt, dass bei uns keinen Eintritt gibt und mitten in der Meißner Altstadt auf sechs Bühnen und an 33 Orten gelesen wird“, sagt Bahrmann.

Anke Donath, Martin Chudalla und Sylvia Fenk laden zum Literaturfest Meißen zu 19 Lesungen in den Jahnaischen Hof. Das ist Grund zur Freude bei Organisator Martin Bahrmann und Initiator Walter Hannot (v.l.) , die am Wochenende wieder auf etwa 15 000 Besucher hoffen.

Quelle: Uwe Hofmann

Meißen.  Eigentlich hatte Guntram Vesper schon abgesagt. Nach einigen Überredungen ist es dann aber doch gelungen, den Preisträger der Leipziger Buchmesse („Frohburg“) für das Literaturfest Meißen zu gewinnen. „Wir haben ihm von unserem Konzept erzählt, dass bei uns keinen Eintritt gibt, dass wir viel für die Leseförderung tun und mitten in der Meißner Altstadt auf sechs Bühnen und an 33 weiteren Orten gelesen wird“, sagt Bahrmann. Das habe Vesper überzeugt, Platz in seinem derzeit sehr engen Terminkalender zu schaffen. Zwei neue Sponsoren, die Stadtwerke Meißen und die Steuerberaterin Antje Walter, sichern das Engagement finanziell ab. Am Sonnabend liest Vesper ab 19.30 Uhr im Historischen Ratssaal.

Damit hat das Literaturfest, das am Mittwoch, 19 Uhr von Peter Flache mit „Prosa und Lyrik – heiter bis wolkig“ in der Schwerter-Brauerei eröffnet wird, sein Zugpferd gefunden, das es eigentlich aber gar nicht mehr nötig hat. Man habe vor acht Jahren, als das erste Literaturfest ausgerufen wurde, nur den Rahmen geben wollen, sagt Initiator Walter Hannot. „Wir waren der Meinung, dass Meißen eine Stadt mit ganz besonderer Atmosphäre ist, die mehr als nur Kulisse ist“, sagt er. Den Impuls hätten die Meißner aufgenommen und machten die Veranstaltung zu dem, was sie heute ist. Von 235 Lesungen im Programm gehen die allermeisten auf private Initiative zurück. Da ist etwa der elfjährige Balthazar Machner in der Stadtbibliothek aus Harry-Potter Romanen für Gleichaltrige vorlesen (Do. 14 Uhr). Die Künstlergemeinschaft im Jahnaischen Hof hat allein 19 Lesungen organisiert, darunter wie gewohnt welche mit „Säk’schen Klassiggern“ von Lene Voigt (Fr. 16 Uhr u. Sa.18 Uhr) und viel Musik, etwa am Freitag, 20 Uhr mit Frank Fröhlich.

Unter den Leseorten empfiehlt sich der Besuch des Theater-Malsaals, Schlossberg 7. Der Raum wird das letzte Mal zu sehen in dieser Form zu sehen sein, ehe er von der Horn’schen Stiftung in ein Anwohnerparkhaus umgewandelt wird. Besonderer Leseort ist auch das Amtsgereicht Meißen, wo unter anderem juristische Stilblüten vorgetragen und der Fall Larry Popper ausgebreitet wird (Sa. 16 Uhr). Interessant wird auch sein, wie Superintendent im Ruhestand Andreas Strempel aus Ulrich Schnabels „Die Vermessung des Glaubens“ vorträgt und Norbert Herrmann aus seinem Buch „Mathematik: Wo Sie sie nicht erwarten“ vorliest. Beides geschieht unter dem gemeinsamen Titel „Wieviel Glauben und Mathematik passen in ein Weinfass?“ (Sa. 20 Uhr, Türmerstübchen der Frauenkirche).

Die Evangelische Akademie steuert mit „Menschen unterwegs“ einen eigenen Programmpunkt mit Lesungen deutsch-arabischer Autoren bei. Dieses durchaus politisch gemeinte Statement wird auf der Kinderbühne am Tuchmachertor gespiegelt, wo Kinder syrischer und irakischer Flüchtlinge gemeinsam mit deutschen Mitschülern der Afra-Grundschule Texte auf deutsch und arabisch vortragen (Sa. 15 Uhr).

Von Uwe Hofmann

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