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Grundwasser verhindert Freigabe der Niederwarthaer Brücke

Grundwasser verhindert Freigabe der Niederwarthaer Brücke

Das Hochwasser in Radebeul ist seit über einer Woche gewichen. Katastrophenalarm gilt auch hier seit Tagen nicht mehr. Doch die Niederwarthaer Brücke ist noch immer dicht.

Da aufgrund der Flutschäden auch weiterhin keine Autos auf der B6 zwischen Meißen und Niederwartha rollen und die Kötzschenbrodaer Straße teilweise nicht befahrbar ist, staut sich der Verkehr auf der Meißner Straße.

Vor allem zwischen Radebeul-West und der Stadtmitte fließt der Verkehr in diesen Tagen meist zäh. Dresdner, die sonst über Cossebaude nach Meißen fahren, müssen seit Tagen weite Wege in Kauf nehmen. Viele fahren über Wilsdruff gen Porzellanstadt oder nutzen Straßen nördlich von Radebeul.

Dass die Brücke bisher offiziell nicht passierbar ist - einige Autofahrer sind laut Landratsamtsmitarbeitern trotz Sperrung auf der Strecke unterwegs - liegt an der Zufahrt auf Radebeuler Seite. "Diese steht noch zu Teilen unter Wasser", sagt Niederlassungsleiter Klaus-Peter Lechler vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) in Meißen. Erst, wenn die Straße zu der Elbquerung wieder passierbar sei, könne die Brücke befahren werden.

Bis gestern war das nicht der Fall, teilte die Stadt auf Anfrage der DNN mit. An der Niederwarthaer Straße wurde abgepumpt, das Grundwasser stieg aber immer wieder an, erklärt Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos). "Wir hoffen dass das Wasser endlich zurückgeht, pumpen macht da wenig Sinn." Wenn es so weit sei, würde die Straße zunächst gesichert und dann freigegeben. Im Gespräch sei derzeit auch, eine Fahrbahn freizugeben, den Verkehr über mobile Ampeln zu regeln.

Doch warum ist es überhaupt möglich, dass der Grundwasserpegel die wichtige Niederwarthaer Straße bei Hochwasser absaufen lässt? Dass die Verbindung von Bedeutung ist, ergab bereits eine Verkehrserhebung des Freistaats vom September 2012. Dabei wurden in Radebeul und Coswig sowie auf der neuen Brücke bei Niederwartha die Fahrzeuge gezählt. Demnach passierten rund 8500 Fahrzeuge am Tag diese Elbquerung. 550 Lkws waren darunter. "Wir gehen derzeitig davon aus, dass bis 2025 täglich rund 20 000 Fahrzeuge die Elbebrücke Niederwartha nutzen", so Lechler. Der Lkw-Anteil werde wohl bei sechs bis acht Prozent liegen.

Das Lasuv hatte die Zufahrt zur Brücke ausgebaut. Gegen ein erneutes Jahrhunderthochwasser wie jetzt sei kein Kraut gewachsen, damit habe man so nicht rechnen gekonnt, erklärt Lechler. Außerdem sei es dort "nicht wirtschaftlich gewesen", Maßnahmen zu treffen, um gegen ein Hochwasser gewappnet zu sein, das nur alle 100 Jahre vorkomme. Lechler zeigt sich allerdings optimistisch, dass die Ende 2011 eingeweihte Elbbrücke zwischen Niederwartha und Radebeul in den kommenden Tagen wieder von Fahrzeugen gequert werden darf.

Die B6 zwischen nach Meißen werde voraussichtlich in der kommenden Woche für den Verkehr freigegeben, sagt Lechler. Derzeit beseitige das Lasuv Schäden auf der B 6 nach Meißen. Straßenteile würden erneuert, kaputte Leitpfosten ersetzt. Auch Gehwege seien aufgrund der Flut zerstört worden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.06.2013

Stephan Klingbeil

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