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Grüne Wiese statt fauligem Schlamm in Pirna

Grüne Wiese statt fauligem Schlamm in Pirna

Das Klärwerk der Stadt Pirna ist seit 2006 Geschichte. Bald wird Gras auf der Klärwerk-Fläche in Pratzschwitz wachsen. Die Elbestadt und ihre Stadtwerke SWP erhielten am Freitag für den weiteren Abriss der Anlage eine Finanzspritze vom Freistaat.

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Innenminister Markus Ulbig (l.) übergab an SWP-Chef Olaf Schwarze den Fördermittelbescheid für den Abriss der Faultürme in Pratzschwitz.

Quelle: Silvio Kuhnert

Innenminister Markus Ulbig (CDU) brachte den Fördermittelbescheid in Höhe von 180 000 Euro persönlich vorbei. Das Geld stammt aus einem Fördertopf zur Beseitigung von Industriebrachen und Schandflecken. "Damit sich unsere Städte entwickeln können, müssen Brachen abgerissen und die Flächen wiederbelebt werden", sagte Pirnas ehemaliger OB Ulbig, dessen heutiger Amtsbereich auch die Städtebauförderung umfasst.

Der Minister brachte nicht zum ersten Mal einen Landeszuschuss in Pratzschwitz vorbei. Im September 2010 gab es Geld für die erste Abrissaktion. Damals wurden für insgesamt 320 000 Euro die Faul- und Belebungsbecken, die Vorklär- und Nachklärbecken sowie die Frischschlamm- und Zwischenpumpwerke beseitigt. 90 Prozent der Abrisskosten übernahm der Freistaat.

In der zweiten Abrissrunde fallen das Kesselhaus und die Faultürme. "Diese Anlagen gehören zu den ersten der 1963 errichteten Betriebsteile. Im Anschluss an den Rückbau wird das Gelände sozusagen erst einmal der Natur überlassen, das heißt, wir stellen die ursprüngliche Geländeform wieder her", erklärte SWP-Geschäftsführer Olaf Schwarze. Für ihn stellen die Abbrucharbeiten eine Verschönerung der Elbauen dar. Die maroden Faultürme sind vor allem vom Elberadweg auf der anderen Elbseite aus gut sichtbar. Als eine Verschönerung und Verbesserung des Erholungsgebiets Pratzschwitz wertet auch Baubürgermeister Christian Flörke (parteilos) den Rückbau. Der Kies- und Badesee befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Rund 216 000 Euro betragen die Abrisskosten insgesamt. Das Vorhaben soll Mitte kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Das Klärwerk wurde vor rund 50 Jahren gebaut. Nach 43 Dienstjahren ging es in den Ruhestand, weil die Betriebsgenehmigung auslief. Seit 2006 fließen Pirnas Abwässer ins Klärwerk nach Dresden Kaditz. "Ich bin froh über diese Entscheidung", sagte SWP-Chef Schwarze. Denn das Junihochwasser hat die Anlage an der Elbe erneut überflutet. Vom einstigen Klärwerk bleiben künftig nur noch die Garagen stehen. Auf der Fläche der bereits 2010 und 2011 abgerissenen Becken wächst heute Gras. Das lassen sich Schafe schmecken.

Auf einem anderen Teil des Areals produzieren die Stadtwerke seit rund zweieinhalb Jahren Strom. Vom 25. Oktober bis 22. Dezember 2010 ließ das städtische Unternehmen für 1,6 Millionen Euro 2244 Solarmodule installieren. Die Photovoltaikanlage erzeugt rund 486 000 Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom im Jahr. Das entspricht etwa dem Jahresbedarf von 100 Vier-Personen-Haushalten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.07.2013

Silvio Kuhnert

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