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Großfinanzamt kann in Pirna Arbeit aufnehmen

Einweihung Großfinanzamt kann in Pirna Arbeit aufnehmen

Die Bauarbeiten für das neue Großfinanzamt in Pirna sind abgeschlossen. Am 1. Dezember nehmen nach der Fusion der beiden Steuerbehörden aus der Sandstein-Stadt und Freital um die 290 Bediensteten offiziell dort ihre Arbeit auf. Am Montag fand die feierliche Schlüsselübergabe statt.

Schlüsselübergabe mit vier Herren: Stephan Flecken, Vorsteher des Finanzamtes Freital, Eike Taesler, Vorsteher des Finanzamtes Pirna, Finanzminister Georg Unland und Johann Gierl, Präsident des Landesamtes für Steuern und Finanzen (v.l.n.r.).

Quelle: Daniel Förster

Pirna. Die Bauarbeiten für das neue Großfinanzamt in Pirna sind abgeschlossen. Am 1. Dezember nehmen nach der Fusion der beiden Steuerbehörden aus der Sandstein-Stadt und Freital um die 290 Bediensteten offiziell dort ihre Arbeit auf. Am Montag fand die feierliche Schlüsselübergabe statt. „Es ist die Übergabe eines außergewöhnlichen Bauwerkes“, sagte Sachsens Finanzminister Georg Unland (CDU).

Moderne paart sich mit denkmalgeschützter Bausubstanz – so kann man in kurzen Worten die Architektur des Gebäudekomplexes umschreiben. „Zwei dem Untergang geweihte Gebäude konnten vor dem Abriss bewahrt werden“, meinte OB Klaus-Peter Hanke (parteilos). Denn vor der Entscheidung, den Sitz der neuen Finanzbehörde an die Ecke B 172/Clara-Zetkin-Straße zu verlegen, sah es um die Zukunft des ehemaligen Waisenhauses und des Liebenauschen Vorwerks alles andere als rosig aus. Beide historisch wertvollen Objekte waren dem Verfall preisgegeben. Sie wurden unter Regie der Niederlassung Dresden I des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement seit April 2014 restauriert und mit drei Neubauten ergänzt. Eine innerstädtische Brachfläche rund 500 Meter vom Stadtzentrum entfernt verschwand.

Zu dem Ensemble gehört auch das frühere Gasthaus „Blauer Hecht“. Dort laufen die Sanierungsarbeiten noch. In rund einem Jahr soll laut Finanzminister Unland die Restaurierung abgeschlossen sein. Nach Abschluss aller Bauarbeiten hat der Freistaat circa 24,7 Millionen Euro in den neuen Behördensitz investiert.

Der Minister erinnerte in seiner Ansprache noch einmal daran, warum es zu dem Bau eines Großfinanzamtes kam. So stehe die Gesellschaft vor großen Herausforderungen, eine sei der demografische Wandel. An eine schrumpfende Bevölkerung musste die Struktur der Finanzverwaltung angepasst werden. „In jedem Landkreis wird es künftig ein Finanzamt geben“, berichtete Unland. Infolge des Standortkonzeptes der Staatsregierung wird zum 1. Dezember die Zusammenlegung der bisherigen Finanzbehörden in Pirna und Freital vollzogen. Die Beamten werden in dem neuen Behördensitz rund 80 000 Einkommenssteuerfälle und knapp 2900 Körperschaftssteuerfälle bearbeiten. Das Steueraufkommen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge liegt bei reichlich einer halben Milliarde Euro im Jahr.

Für hitzige Diskussionen hat in den vergangenen Tagen der erneute Vorstoß des Finanzministeriums für eine Adressänderung gesorgt. Nach dem Wunsch Unlands soll das Großfinanzamt nicht die Anschrift Clara-Zetkin-Straße 1 tragen. Mit dem Ansinnen einer Umwidmung des ganzen Straßenzugs in Waisenhausstraße war er vor einem Jahr gescheitert. Am heutigen Dienstag entscheidet der Pirnaer Stadtrat, ob der Vorplatz den Namen Waisenhausplatz tragen soll. Somit würde das Finanzamt eine separate Adresse erhalten.

Mit einem Goethe-Zitat griff OB Hanke die Debatte in seiner Rede auf: „Namen sind am Ende Schall und Rauch.“ Denn im Stadtrat zeichnet sich eine Mehrheit gegen eine Widmung in Waisenhausplatz ab. Die Linkspartei ruft zu einer Demo vor der Ratssitzung um 17.30 Uhr auf dem Marktplatz auf.

Von Silvio Kuhnert

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