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Großes Rätselraten um Weißeritztalbahn

Sachsen soll doppelt für Zugverkehr bezahlen Großes Rätselraten um Weißeritztalbahn

Die vor 14 Jahren von der Flut zerstörte Weißeritztalbahn ist inzwischen von Dippoldiswalde nach Kipsdorf nahezu vollständig wieder aufgebaut. Der Zugverkehr auf der rekonstruierten Strecke droht dennoch zu scheitern.

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Beim Wiederaufbau der Weißeritztalbahn haben die Gleisbauer der Dresdner Sersa Gmbh den Kurort Kipsdorf erreicht.

Kipsdorf. Die vor 14 Jahren von der Flut zerstörte Weißeritztalbahn ist inzwischen von Dippoldiswalde nach Kipsdorf nahezu vollständig wieder aufgebaut. Der Zugverkehr auf der rekonstruierten Strecke droht dennoch zu scheitern. Immer noch pokern der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) als Auftraggeber und die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) als Bahnbetreiber um die Frage, wie viele Züge künftig bis zum Endpunkt nach Kipsdorf fahren werden. Die Positionen sind offenbar grundverschieden und verhärtet.

Ob derzeit noch ernsthaft verhandelt wird, muss bezweifelt werden. Der VVO strebe einen Fahrplan mit täglich mehreren durchgängigen Zugfahrten von Freital-Hainsberg nach Kipsdorf an, erklärte Sprecher Christian Schlemper auf DNN-Nachfrage. Das klingt vernünftig, ist aber noch völlig unverbindlich. Von der SDG ist lediglich bekannt, dass sie kein zweites Zugpaar auf der Gesamtstrecke einsetzen will, weil dies erhebliche Mehraufwendungen sowohl beim „rollenden Material“ als auch beim Personal nach sich zöge.

Natürlich geht es auch hier schlicht ums Geld. Die Oberwiesenthaler Geschäftsführung der SDG erwartet offenbar eine Fata Morgana am Horizont der fernen Landeshauptstadt, die in der Gestalt des sächsischen Finanzministers mit nobler Geste nochmals Geld zum Betrieb der Strecke ins Osterzgebirge ausschüttet. Öffentlich bekannt ist, dass der Freistaat schon jetzt jährlich 500 000 Euro ganz speziell für den Zugverkehr nach Kipsdorf bereitstellt. Ebenso konsequent werden diese Mittel von der SDG mit den Zügen zwischen Freital-Hainsberg und Dippoldiswalde sowie zwischen Radebeul-Ost und Radeburg verdampft. Kurz gesagt: Der Freistaat soll für den Zugverkehr nach Kipsdorf offenbar gleich zweimal bezahlen. Das Land hatte aber bereits mehrfach erklärt, dass es keine zusätzliche Gelder geben werde. Tatsache ist, dass ohne die Kenntnis des Fahrplans weder die Kommunen noch die Tourismusveranstalter, weder Vereine noch Privatpersonen die Weißeritztalbahn in ihre Planungen für das Weihnachtsfest, den Jahreswechsel und für das Jahr 2017 sinnvoll einbeziehen können. Das dürfte sich nachteilig auf die Besetzung der Züge auswirken.

Ein Trost bleibt allen Freunden der Weißeritztalbahn: Spätestens im Dezember, zur feierlichen Eröffnungsfahrt nach Kipsdorf, müssen die Verantwortlichen von VVO und SDG das Geheimnis um den künftigen Zugverkehr lüften.

mehr Infos im Netz: weisseritztalbahn.com und aufbau.weisseritztalbahn.de

Von Peter Weckbrodt

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