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Großer Parksaal gesperrt: Kulturzentrum Dippoldiswalde genügt nicht den Brandschutzbestimmungen

Großer Parksaal gesperrt: Kulturzentrum Dippoldiswalde genügt nicht den Brandschutzbestimmungen

Im großen Saal des Kulturzentrums Parksäle in Dippoldiswalde sind derzeit weder Musik, Tanz, Kabarett noch Theateraufführungen erlaubt. Der Veranstaltungssaal mit bis zu 500 Plätzen ist baupolizeilich gesperrt.

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Wegen Brandschutzmängeln können im Kulturhaus Parksäle keine großen Veranstaltungen stattfinden.

Quelle: Daniel Förster

Dippoldiswalde. Die Anordnung dazu erließ der neue OB Jens Peter (Freie Wähler). "In puncto Brandschutz sind die Sicherheitsmängel zum Teil so gravierend, dass ich die Nutzung des großen Parksaals untersagt habe", teilte das Stadtoberhaupt mit.

Seit Anfang des Jahres ist ein Brandschutzgutachten für das Kulturhaus in Arbeit. Dieses brachte mehrere Mängel zum Vorschein. "Das Hauptproblem ist die Decke", informierte Peter, der Ende Mai zum OB gewählt wurde und seit wenigen Wochen die Geschicke im Rathaus und in der Stadt leitet. Der große Saal ist mit einer Tonnendecke aus Holz überdacht. Und diese spezielle Konstruktion kann relativ schnell abbrennen. Laut Gutachten erfüllt die Deckenkonstruktion nicht den geforderten Feuer- bzw. Brandwiderstand F30. Heißt: Sie wird im Ernstfall voraussichtlich den Flammen keine 30 Minuten standhalten. Und das Risiko, dass innerhalb einer halben Stunde der volle Saal mit 500 Menschen nicht evakuiert ist, bevor die Decke einstürzt, möchte der Rathauschef nicht eingehen. "Sicherheit geht vor", betonte Peter und ließ den Veranstaltungssaal vorsorglich sperren.

Zurzeit ist Sommerpause. Eine unmittelbare Auswirkung hat die Sperrung auf den Spielplan noch nicht. "Wir suchen nach alternativen Veranstaltungsstätten", so das Stadtoberhaupt. Einen Saal in vergleichbarer Größe gibt es in Dipps allerdings nicht. Deshalb kann Peter ein Absagen von einigen der kommenden Veranstaltungen derzeit nicht ausschließen. Im Rathaus wird auch intensiv an einer Weiternutzung des großen Parksaals gearbeitet. Die Sperrung sei nur ein Zwischenstand und kein Endzustand, versicherte Peter.

In wenigen Wochen soll der Abschlussbericht des Brandschutzgutachters mit konkreten Lösungsvorschlägen vorliegen. "Um eine Sanierung werden wir wohl nicht umhinkommen", ist sich Peter sicher und er weiß schon jetzt: Die Bereitstellung von Mitteln werde aufgrund der schwierigen finanziellen Lage großer Anstrengungen bedürfen. Im mittelfristigen Finanzplan sind derzeit keine Gelder für eine größere Investition in die Parksäle vorgesehen.

Vor zehn Jahren waren rund 2,3 Millionen Euro in die Sanierung von Fassade und Dach, dem Ausbau der Küche sowie dem Einbau einer neuen Bühne und die Renovierung des Saals geflossen. Von den Arbeiten ausgenommen blieb jedoch die Gewölbedecke. Sie steht bislang auch nicht auf der Agenda. Die Sanierung der Oberschule in Schmiedeberg und Turnhallenprojekte an Grundschulen haben im Investitionsplan momentan Vorrang. "Wir sind daher für jede Hilfe von außen dankbar", sagte Peter in Richtung Fördermittelgeber. An der Bedeutung der Veranstaltungssäle für seine Stadt möchte er keinen Zweifel aufkommen lassen. "Dippoldiswalde benötigt eine Kulturstätte. Es wäre ganz schlimm für die Region, wenn die Stadt kein Kulturzentrum mehr hätte", so Peter, deshalb werde er alle Möglichkeiten ausloten, die Parksäle als Veranstaltungsort zu erhalten.

Eine kurzfristige Lösung, um den Saal wieder nutzen zu können, wird deshalb bereits in der Stadtverwaltung geprüft. Erwogen wird, eine Brandwache zu installieren. Wie man es noch aus alten Operetten- und Revuefilmen kennt, wo ein Feuerwehrmann im Theater Wache hielt, soll künftig ein Kamerad im Dach während der Veranstaltungen Stellung beziehen, um beim kleinsten Funkenflug Alarm schlagen zu können.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.08.2014

Silvio Kuhnert

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