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Große Fortschritte beim Wiederaufbau der Weißeritztalbahn

Bis zum Bahnhof Obercarsdorf liegt schon das neue Gleis Große Fortschritte beim Wiederaufbau der Weißeritztalbahn

Der Wiederaufbau der Weißeritztalbahn zwischen dem Noch-Endbahnhof Dippoldiswalde und dem tatsächlichen Endpunkt Kurort Kipsdorf schreitet mit Riesenschritten voran. Davon kann sich Jeder durch Augenschein überzeugen, der in diesen Tagen auf der Bundesstraße 170 in Richtung Osterzgebirge unterwegs ist.

Modernste Gleisbautechnik wie diese Gleisstopf- und Richtmaschine aus der Schweiz, treiben den Gleisbau in Richtung Kipsdorf zügig voran.

Quelle: Peter Weckbrodt

Kipsdorf/Obercarsdorf. Der Wiederaufbau der Weißeritztalbahn zwischen dem Noch-Endbahnhof Dippoldiswalde und dem tatsächlichen Endpunkt Kurort Kipsdorf schreitet mit Riesenschritten voran. Davon kann sich Jeder durch Augenschein überzeugen, der in diesen Tagen auf der Bundesstraße 170 in Richtung Osterzgebirge unterwegs ist.

Die Arbeitszüge der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft SDG haben bereits den Bahnhof Obercarsdorf erreicht. Hier werden die zur Gleisverlegung nötigen Baustoffe gelagert. Bis Ulberndorf ist das Gleis praktisch komplett fertig. Auch der neu zu bauende Bahnübergang an der Bundesstraße in der Ortslage des Dippoldiswalder Ortsteils ist hergestellt. In einem elegant geschwungenen S-Bogen quert das Gleis die Straße. Lediglich die Technik zur Sicherung mit einer Lichtzeichenanlage fehlt noch.

Die denkmalgerechte Sanierung des Lokschuppens am Bahnhof Kipsdorf steht vor ihrem Abschluss

Die denkmalgerechte Sanierung des Lokschuppens am Bahnhof Kipsdorf steht vor ihrem Abschluss.

Quelle: Peter Weckbrodt

Möglich werden diese enormen Fortschritte auch durch den Einsatz von hochmodernen Gleisbaumaschinen der Schweizer Firma Matissa, dem Weltmarktführer auf diesem Gebiet. Die in knallgelb gehaltenen Maschinen ersetzen das über Jahrzehnte bei der Deutschen Reichsbahn übliche äußerst schweißtreibende Stopfen und Ausrichten der Gleise von Hand durch Bahnunterhaltungsarbeiter, seinerzeit nur kurz „Buas“ genannt.

Das richtige Bettungsprofil wird ebenfalls maschinell hergestellt.

Es sind vorrangig die Firmen Sensa GmbH Dresden und Gleisbau Henschke Bautzen, die auf den Baustellen das Heft in der Hand haben.

Der Bahnhof Obercarsdorf wird derzeit neu gebaut, ebenso der Bahnhof Schmiedeberg. Bis kurz vor Kipsdorf liegen bereits über längere Abschnitte die aus Schwellen, Schienen und Befestigungsmittel montierten Gleisjoche. Hier wird schon in Kürze der erste Arbeitszug mit dem Schotter eintreffen.

Am Ortseingang von Kipsdorf gehen die umfangreichen Arbeiten zur denkmalgerechten Sanierung des Lokschuppens ihrem Ende entgegen. Der lokschuppen wird künftig auf seinen drei Hallengleisen gleich mehreren Lokomotiven eine Abstellmöglichkeit bieten. Er wird ein richtiges Schmuckstück sein, das zeichnet sich schon jetzt ab.

Nur einhundert Meter weiter hat die lang gestreckte Stützmauer an der Bundessstraße eine sehenswerte Verblendung mit Natursteinen erhalten. Auf dem Bahnhof selbst wühlen die Bagger, fahren die großen Kipperfahrzeuge. Hier sind noch die Entwässerung und das Planum zur Aufnahme der Gleise vorzubereiten.

Inzwischen sind als Ergebnis der erfolgten Ausschreibung die Leistungen zur Herstellung der Sicherungsanlagen an der Strecke und zur Versorgung der Bahnhöfe und Haltepunkte mit Elektroenergie vergeben wurden.

Es geht zügig voran auf dem Bauabschnitt 2 der Weißeritztalbahn. Die Hoffnung aller Bimmelbahnfreunde, zum Kleinbahnadvent 2016 bis nach Kipsdorf fahren zu können, erhält zusehends solide Grundlagen.

Von Peter Weckbrodt

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