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Großbaustelle Pirna: Im August geht Flutsanierung auf der Breiten Straße los

Sperrungen bis 2017 Großbaustelle Pirna: Im August geht Flutsanierung auf der Breiten Straße los

Im Herbst kappt die Stadt Pirna eine wichtige Zufahrt zur Altstadt. Die Breite Straße wird im Zuge der Beseitigung der Hochwasserschäden aus 2013 zur Einbahnstraße. Ab Oktober kann der Verkehr nicht mehr ab der B 172 in Richtung Dohnaischen Platz rollen. Nur noch aus Richtung Zentrum zur Bundesstraße ist die Fahrbahn frei.

Quelle: Leipzig Report

Pirna.  Im Herbst kappt die Stadt Pirna eine wichtige Zufahrt zur Altstadt. Die Breite Straße wird im Zuge der Beseitigung der Hochwasserschäden aus 2013 zur Einbahnstraße. Ab Oktober kann der Verkehr nicht mehr ab der B 172 in Richtung Dohnaischen Platz rollen. Nur noch aus Richtung Zentrum zur Bundesstraße ist die Fahrbahn frei.

Bis 25. November soll diese Verkehrsführung erst einmal gelten. Dann geht die Kanal- und Gehwegsanierung in die Winterpause. Ab Mitte Februar bis Anfang November 2017 ist die Breite Straße jedoch wieder in Richtung Altstadt für den Verkehr gesperrt. Darüber informierte die Stadtverwaltung auf einer Einwohnerversammlung am Mittwochabend im Rathaus.

Zurzeit herrscht ein reges Baugeschehen auf den Straßen und Gassen in Pirnas Stadtzentrum. Die Behebung der Schäden vom Junihochwasser 2013 hat ihren Höhepunkt erreicht. Eine gute Nachricht konnte Tiefbauamtsleiterin Kerstin Westermann verkünden. Die Zahl der Straßenbaustellen soll sich bis Jahresende auf zwei reduzieren: Nur noch auf der Dohnaischen sowie der Breiten Straße sind auch in 2017 Bagger im Einsatz. Während auf der Hauptmeile der Fußgängerzone die Bauarbeiten bereits seit Wochen im Gange sind, werden sie auf der Verbindungsachse zwischen Altstadt und B 172 nach den Sommerferien starten.

Am 15. August wollen die Stadtwerke Pirna (SWP) mit der Kanalsanierung beginnen. „Die Abwässer werden über ein Mischsystem entsorgt, und zwar über zwei separate Kanäle unter den Gehwegen auf der Ost- und der Westseite“, informierte Armin Gliemann, Geschäftsführer Bornholdt Ingenieure GmbH, der für die Planung Verantwortung trägt. Die Rohre seien in sehr schlechtem Zustand.

Im Gegensatz zur Dohnaischen Straße liegen die Rohre unter der Breiten Straße mit rund zwei Metern nur halb so tief. Allerdings kommen die Stadtwerke hier ebenso schwer heran, weil Trinkwasserleitung sowie Strom- und Telekommunikationsleitungen im Wege liegen. Zudem engen die Straßenbäume das Baufeld stark ein. Die Arbeiten beginnen auf der Ostseite an der Kreuzung zur Nicolaistraße und wandern bis zur Bundesstraße. Zuerst werden die Gehwegplatten entfernt und eine provisorische Wasserleitung gebaut. Danach lassen die Stadtwerke die Hausanschlüsse auswechseln. Im Oktober beginnt dann die Auswechslung des Abwasserkanals. Ab diesem Zeitpunkt ist der Fahrstreifen in Richtung Zentrum gesperrt. Für Passanten wird ein Fußgängertunnel entlang der Häuserfront errichtet.

Mitte Februar kommenden Jahres beginnt die Stadt mit dem Einbau des neuen Gehwegs auf der Ostseite. Die Stadtwerke legen mit der Kanalsanierung auf der Westseite analog zur Ostseite los. Bis November 2017 sollen alle Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die Baukosten betragen für den Gehwegbau rund 300 000 Euro, in die Kanalsanierung fließen rund 550 000 Euro. Beide Vorhaben werden über den Fluthilfetopf von Bund und Land gefördert. Die Stadtwerke wollen später noch den Kanal ab der Nicolaistraße in Richtung Dohnaischen Platz sanieren. Ein Termin dafür steht noch nicht fest.

Von Silvio Kuhnert

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