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Großbaustelle Barockgarten - Freistaat saniert Treppen und Wasserspiele in Großsedlitz

Großbaustelle Barockgarten - Freistaat saniert Treppen und Wasserspiele in Großsedlitz

Puzzle aus Sandsteinblöcken - im Barockgarten Großsedlitz lässt der Freistaat zwei große Treppen auf Vordermann bringen. An der westlichen Freitreppe sind die Arbeiten derzeit voll im Gange.

Heidenau.

"Die Stufen wurden wie bei Lego auseinandergenommen", sagt Joachim Thäle, Gruppenleiter Ingenieurbau beim Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement (SIB). Anschließend bekamen sie eine Nummer, bevor sie nun in einem Sandsteinwerk aufbereitet werden. Während Steinmetze die Spuren der Zeit an den bis zu zwei Meter langen Quadern beseitigen, ertüchtigen Bauleute den Unterbau. Der soll vor allem eine bessere Entwässerung bekommen.

Bislang floss das Regenwasser über die Treppenstufen ab. Das hatte Folgen. "Stufen sind gekippt, Steine zum Teil gebrochen", erläutert Thäle. Künftig wird über ein neu eingebautes Entwässerungssystem das Niederschlagswasser unterirdisch in Regenwasserkanälen abgeleitet. An der westlichen Freitreppe erfolgt bereits wieder der Aufbau der Treppenanlage. Wie bei einem Puzzle wird die Anlage wieder zusammengesetzt, jeder Stein kommt an seinen alten Platz zurück. Wenn die Arbeiten hier Ende dieses Monats abgeschlossen sind, beginnt die gleiche Prozedur an der mittleren Freitreppe, die das Obere mit dem Unteren Orangerieparterre verbindet. Die östliche Freitreppe wurde bereits im Jahr 2010 wieder in Schuss gebracht.

Die Arbeiten an den Treppenanlagen in der zur Zeit August des Starken entstanden Barockanlage seien nur die "Ouvertüre", wie Thäle meint. Der Hauptakt wird das gesamte Untere Orangerieparterre. Wo sonst Orangenbäumchen in der warmen Jahreszeit Sonne tanken, haben ab Juni Bauleute das Sagen. Die Vorbereitungen für die Großbaustelle sind mit dem Anlegen der Baustraße gestern angelaufen. Im Fokus steht vor allem die Reparatur der Wasserspiele. Dort bröckelt das Gestein. Auch hier wird zuerst der Sandstein geborgen, um an den Unterbau zu gelangen. Bei den Betonbecken aus den 1960er Jahren müssen die Bauarbeiter kein Fingerspitzengefühl an den Tag legen. "Sie sind verschlissen und werden abgerissen", berichtet Thäle. Es entsteht ein komplett neuer Unterbau mit neuer Brunnentechnik, bevor die Beckenwangen mit Platten aus Reinhardtsdorfer Sandstein, der Beckenboden mit Postaer Sandstein verkleidet werden. Eine ähnliche Ross- kur erfährt die "Stille Musik", jenes Wasserspiel, das das Untere Orangerieparterre im Süden abschließt. Parallel werden auch hier Treppen erneuert sowie nach dem Wiederaufbau der Wasserspiele Wege und Rasenflächen wieder hergestellt. Ende kommenden Jahres sollen alle Bauarbeiten abgeschlossen sein. Sie begannen im Spätsommer vorigen Jahres mit Sanierungsarbeiten an den Wasserbecken und der Bewässerungstechnik auf dem Oberen Orangerieparterre. Der Freistaat investiert rund 3,5 Millionen Euro. Seit 1991 bis Ende 2013 sind bereits rund 15,7 Millionen Euro in den Barockgarten geflossen.

Weil die Baustelle die größten Einschränkungen für Besucher seit der Wendezeit mit sich bringen, möchte man bei den Eintrittspreisen eine neue Variante probieren. Statt vier Euro Parkeintritt lautet das Motto ab 10. Juni "Zahl, was Du willst". Diese Variante wird einen Monat lang getestet mit der Option auf Verlängerung.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.05.2014

Silvio Kuhnert

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