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Grenzraum-Projekt beleuchtet Geschichte von Wehranlagen

Grenzraum-Projekt beleuchtet Geschichte von Wehranlagen

Oberkarlstein, Räuberschloss, Schönbuche und Kostenblatt - die Namen klingen wie böhmische Dörfer, bezeichnen aber Burgen hinter der tschechischen Grenze.

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Vlastimil Pazourek sowie Iveta Krupickova, Direktorin des Schlosses Decin (M.), und Andrea Dietrich, Leiterin von Schloss Weesenstein, präsentieren die Ergebnisse von drei Jahren intensiver gemeinsamer Forschungsarbeit.

Quelle: S. Kuhnert

Weesenstein/Decin. Von Silvio Kuhnert

Im Gegensatz zu Schloss Weesenstein oder Decin sind von ihnen keine imposanten Bauten mehr übrig geblieben, sondern - wenn überhaupt - nur noch Mauerreste. In Aussig zum Beispiel ist die mittelalterliche Wehranlage völlig untergegangen. Wo einst der Bergfried der königlichen Burg stand, befindet sich heute ein Shoppingcenter.

Auf die Spuren von verschwundenen und intakten Burganlagen haben sich die Schlossverwaltungen von Weesenstein und Decin sowie der Verein "Initiative für das Schloss in Decin" gemacht. Das Ergebnis des Projekts wartet nun auf Leser. "Dabei ist ein umfangreiches Kompendium zu "Burgen im Grenzraum" entstanden", sagte Andrea Dietrich, Leiterin des Schlosses Weesenstein. Es ist das erste zusammenhängende und detaillierte Werk dieser Art über mittelalterliche Wehranlagen der grenznahen Region in Sachsen und Tschechien. Auf rund 260 Seiten steht reich bebildert viel Wissenswertes über 30 böhmische und 27 sächsische Burgen. Die Publikation ist in deutscher und tschechischer Sprache erschienen. Pünktlich zum Ende des Projekts kam die erste Auflage mit 1000 Stück aus der Druckerei. "Seit Freitag ist das Buch in unserem Museumsshop erhältlich", so Dietrich.

In den Bücherregalen steht auch der Comic "Wartenberg". "Graphic Novel ist die richtige Bezeichnung", klärte Dietrich auf. Dieser "Comic in Buchform" schildere die Lebensgeschichte von Johann von Wartenberg. Der Leser bekommt einen Überblick zur sächsisch-böhmischen Geschichte in der Zeit der Hussiten.

Die Idee zum Comic stammt von Vlastimil Pazourek. Der Stellvertreter der "Initiative für das Schloss in Decin" leitete auch die Redaktion für das Buch "Burgen im Grenzraum", an dem Wissenschaftler beider Länder mitgewirkt haben. "Mit dem Projekt möchten wir die Zeit ins Gedächtnis rufen, als zwischen der heutigen Tschechischen Republik und dem Freistaat Sachsen die Grenze in der Gestalt festgelegt wurde, die bis heute erhalten blieb", berichtete Pazourek. Im Jahr 2009 begannen die umfangreichen Recherchearbeiten. Anlass war der 550. Jahrestag des Vertrags von Eger, in dem sich Böhmen und Sachsen auf den noch heute gültigen Grenzverlauf einigten. Die Europäische Union förderte das Gemeinschaftsprojekt mit 800 000 Euro. Insgesamt kostete es 1,1 Millionen Euro. Dazu gehörten neben den Publikationen auch Tagungen, Vorträge sowie Ausstellungen und die Internetseite www.hranice1459.cz. Die Homepage wird in Kürze noch einmal überarbeitet und mit zahlreichen Fakten zu den Burganlagen bestückt.

Mit dem Projektende am 31. August findet die Zusammenarbeit zwischen Weesenstein und Decin keinen Abschluss. Bereits 2006 erforschten sie die Geschichte des Adelsgeschlechts "von Bünau". Beim dritten Projekt ab September rücken sie die jüngste Geschichte in den Fokus - das Schlossinterieur in Sachsen und Böhmen.

"Burgen im Grenzraum"; ISBN: 978-80-905025-1-2; Preis: 14,90 Euro

"Wartenberg - Graphic Novel über Johann von Wartenberg", Stepan Janik; ISBN: 978-80-905025-3-6; Preis: 6,90 Euro

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.08.2012

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