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Gleisbau nach Kipsdorf schreitet zügig voran

Wiederaufbau Weißeritztalbahn Gleisbau nach Kipsdorf schreitet zügig voran

Die 2002 durch das Augusthochwasser zerstörten Strecke der Weißeritztalbahn zwischen Dippoldiswalde und Kurort Kipsdorf nimmt immer mehr Gestalt an. Der Wiederaufbau schreitet zügig voran. Davon konnten sie die DNN bei einem Baustellenbesuch ein eigenes Bild machen.

In Ulberndorf werden bereit die neuen Gleise für die Weißeritzbahn verlegt.

Quelle: Peter Weckbrodt

Dippoldiwalde/KIpsdorf. Es ist unübersehbar: der Wiederaufbau der Weißeritztalbahn von Dippoldiswalde bis zum Kurort Kipsdorf schreitet zügig voran. Davon konnten sich die DNN beim Besuch der Baustellen an der 11,3 Kilometer langen Strecke überzeugen. „Ja, wir kommen mit den Bauarbeiten gut voran, liegen im Zeitplan und auch das Wetter spielte bisher mit. Von den Baufortschritten kann sich jeder, der auf der B 170 mit Bus oder Pkw entlang fährt, selbst überzeugen“, hatte uns Mirko Froß, Eisenbahnbetriebsleiter der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft SDG, vorab berichtet.

Die Baufortschritte zeigen sich uns recht unterschiedlich: im Stadtgebiet von Dippoldiswalde bereiten die Bagger und Kipper von Henschke Bau GmbH, einen der drei ARGE-Vertragspartner der SDG, gerade das neue Planum für die Aufnahme der neuen Gleise vor. Teilweise muss hier eine aufwendige Tiefenentwässerung eingebracht werden.

Nur knapp drei Kilometer weiter, am Ortsausgang von Ulberndorf, treffen wir auf die zehn Mann starke Truppe der Gleisbau Bautzen GmbH. Sie hat sich im vergangenen Winter ebenfalls erfolgreich bei der Ausschreibung der Bauleistungen durchgesetzt. Jetzt läuft die Verlegung der Schwellen und Schienen bereits auf Hochtouren. Auch nicht zu übersehen ist, dass die Nähe von Bundesstraße und Baustelle den Baubetrieben die Materialtransporte sehr erleichtert und auch witterungsunabhängiger macht.

Wir fahren weiter bis hinauf nach Kipsdorf. Nahezu durchgängig bietet sich uns ein ähnliches Bild: das alte Gleis ist abgebaut, am Planum für das neue wird intensiv gearbeitet. Am Haltepunkt Buschmühle treffen wir die Mitarbeiter der Spezialtiefbau GmbH Magdeburg an ihrem riesigen Ringbohrgerät an. Sie sind schon beim Abrüsten. Noch am Vortag hätten sie bis zu sieben Meter tiefe Gründungen in den Fels direkt am Ufer der Weißeritz für den Wiederaufbau einer Brücke getrieben, berichten sie. Da hätte selbst die bärenstarke Maschine ziemlich geächzt. Der Stahlüberbau der Brücke selbst werde gegenwärtig in Obercarsdorf noch grundlegend saniert.

Wir erreichen Kipsdorf - ab November oder spätestens Dezember nach 14-jähriger Zwangspause wieder Endpunkt der 2002 bei der Hochwasserkatastrophe weitgehend zerstörten Weißeritztalbahn. Auch hier dominieren im Gleisbereich noch immer Bagger und Kipper. Ins Auge fällt eine mehrere hundert Meter lange, parallel zum künftigen Gleis entstehende Gabione. „In diesem Abschnitt verläuft das Bett der Weißeritz in unmittelbarer Gleisnähe. Das erfordert zusätzliche Schutzmaßnahmen“, klärt uns Froß auf. Auch auf dem Bahnhof Kipsdorf wühlen bereits die Bagger. Die lange, stark beschädigte Stützmauer zur Bundesstraße wird derzeit neu aufgebaut. Wo die Mauer zunächst in Beton errichtet werden muss, erhält sie anschließend eine Verblendung mit Natursteinen.

Am Lokschuppen, dessen grundlegende Sanierung als ein zweites großes Vorhaben neben dem eigentlichen Wiederaufbau der Strecke an die Sersa GmbH gegangen ist, hat sich seit dem Baustart Anfang März (DNN berichteten) ebenfalls bemerkenswert viel getan. Die alte Eindeckung des Daches ist entfernt worden, teilweise sind die Dachdecker schon dabei, die Schindeln des neuen Daches aufzubringen. An anderer Stelle bauen Zimmerleute die Holzschalung. Völlig neu zu gestalten ist die mit zwei Gleisen versehene Giebelseite des Lokschuppens mit der Einfahrt für die Lokomotiven. Hier stehen bereits die das Dach tragenden neuen Stahlstützen.

Bei der Rückfahrt nach Dresden wird uns noch einmal augenscheinlich die Intensität deutlich, mit der nahezu überall auf der 11,3 Kilometer langen Baustelle gearbeitet wird. Die Baubetriebe haben sich mit ordentlich Dampf in Richtung Kipsdorf aufgemacht.

Von Peter Weckbrodt

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