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Glasinvest-Ruine weicht Wohnanlage für 300 Menschen

Radebeul Glasinvest-Ruine weicht Wohnanlage für 300 Menschen

Das Glasinvest-Hochhaus an der Meißner Straße soll noch in diesem Jahr abgerissen werden, sagt Projektleiter Volker Böhme von der Bautzner Firma Hentschke Bau. Sie gehört bildet mit der Sächsischen Wohnimmobilien GmbH (SWG) und der Wohnungsgenossenschaft Lößnitz eine Investorengemeinschaft, die auf dem Areal große Pläne hat.

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Das Glasinvest-Hochhaus wird abgerissen. Auf dem Gelände entstehen ein Pflegeheim, Miet- und Eigentumswohnungen.

Quelle: Jürgen-Michael Schulter

Radebeul. Die Tage des Glasinvest-Hochhauses sind gezählt. Noch in diesem Jahr soll das heruntergekommene Gebäude an der Meißner Straße abgerissen werden, sagt Projektleiter Volker Böhme von der Bautzner Firma Hentschke Bau. Sie gehört bildet mit den beiden Radebeuler Unternehmen Sächsische Wohnimmobilien GmbH (SWG) und der Wohnungsgenossenschaft Lößnitz zu einer Investorengemeinschaft, die auf dem Areal große Pläne hat. So sollen ein Pflegeheim mit 86 Plätzen (Hentschke Bau) in zwei Viergeschossern direkt an der Meißner Straße, 31 Mietwohnungen in einem Viergeschosser an der Meißner Straße und einem Dreigeschosser an der Freiliggrathstraße (Genossenschaft) und 64 mehrheitlich für Eigentümer gedachte barrierearme Wohnungen in sechs Mehrfamilienhäusern auf dem hinteren Geländeteil (SWG) entstehen. „Das wird ein richtiges neues Stadtviertel, in dem einmal 300 Menschen leben werden“, sagt SWG-Geschäftsführer Peter Heil.

Er schätzt, dass im SWG-Teil Kosten über rund 16 Millionen Euro anfallen werden, Hentschke Bau rechnet mit 14 Millionen Euro, die Wohnungsgenossenschaft, die ganz bewusst erschwingliche Zwei-, Drei- und Vierraumwohnungen schaffen will, hat Kosten zwischen sechs und sieben Millionen Euro angepeilt. Teuer macht das Vorhaben vor allem, dass sämtliche Stellplätze in Tiefgaragen ausgewiesen werden. Außerdem hält die Stadt das am oberen Ende der Einkaufsmeile Hauptstraße gelegene Areal für besonders stadtbildprägend und will bei der Gestaltung ein gehöriges Wort mitreden.

Das ist vor allem der Grund, weshalb man lange hinter geschlossenen Türen diskutiert hat, ehe die Stadträte nun den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan fassen konnten. „Wir sind mit den Planungen viel weiter, als es dafür erforderlich gewesen wäre“, sagt Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos). Eine Vorsichtsmaßnahme für beide Seiten, die erst einmal sehen wollten, ob sie sich prinzipiell einigen können, ehe Nägel mit Köpfen gemacht werden. Das hat auch mit dem früheren Eigentümer, der TLG Immobilien, zu tun, der mit seinem Versuch, auf Biegen und Brechen einen von der Stadt an dieser Stelle nicht gewünschten Lebensmittelmarkt unterzubringen, viel verbrannte Erde hinterlassen hat. Auch die Investoren wollten auf Nummer sicher gehen, ehe sie sich an den etwa 500 000 Euro teuren Abriss machen.

Etwa vier bis sechs Wochen sollen die Abrissarbeiten dauern, die relativ schonend ablaufen würden, da man dabei auch Baumaterialien zurückgewinnen wolle, sagt Projektleiter Böhme. Wenn die Stadt es schafft, den Bebauungsplan bis zum Frühjahr zu beschließen, könne man dann im April mit den Bauarbeiten beginnen. Es werde dabei zu Beeinträchtigungen auf der Meißner Straße kommen, die man so gering wie möglich halten wolle. Fertig soll alles Ende 2018 sein. Zuvor müssen aber noch strittige Fragen, vor allem zur Fassaden- und Platzgestaltung geklärt werden. Ein Betreiber fürs Pflegeheim scheint dagegen schon gefunden: Verträte mit der Volkssolidarität seien unterschriftsreif, sagt Böhme.

Von Uwe Hofmann

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