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Glasinvest-Ruine in Radebeul soll 2013 weg

Glasinvest-Ruine in Radebeul soll 2013 weg

Der wuchtige Schandfleck an der Meißner Straße in Radebeul-Ost soll bald weg. Seit 2006 steht das Hochhaus des früheren VEB Glasinvest Radebeul laut Bauamt leer.

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Das alte Hochhaus des ehemaligen Anlagenbaubetriebs Glasinvest soll durch einen Neubau ersetzt werden. Geht es nach den Eigentümern von der TLG Immobilien GmbH, wird die Ruine im Frühjahr 2013 abgerissen.

Quelle: Martin Förster

Radebeul. Von Stephan Klingbeil

Geht es nach den Eigentümern des dortigen Areals, der TLG Immobilien GmbH, wird die Ruine im Frühjahr 2013 abgerissen. "Wenn wir Baurecht bekommen, legen wir los", sagte Klaus-Dieter Schwensen, Leiter der TLG-Niederlassung Süd in Dresden, gestern den DNN. Dann soll das marode Bauwerk Etage um Etage abgetragen werden. Schwensen rechnet mit etwa drei Monaten für den Abriss. Voraussichtlich bis zum Herbst 2013 könnten die Arbeiten für den Neubau an gleicher Stelle beginnen.

Die Treuhand-Nachfolger von der TLG warten nun den Beschluss des Stadtrats ab. Vermutlich wird das Thema bei der Sitzung am 19. September beraten. Vorab wird wohl im nicht-öffentlichen Teil des Stadtentwicklungsausschusses über das Vorhaben diskutiert werden. Danach würden die abschließenden Pläne für den Neubau veröffentlicht. Vor einem Jahr waren drei Entwürfe von verschiedenen Architekturbüros vorgestellt, ausgelegt und von Stadt sowie Einwohnern diskutiert worden. Stellplätze sind in allen Vorschlägen enthalten, zudem soll die Hauptstraße architektonisch sichtbar in das Glasinvest-Areal verlängert werden. Zirka 150 Zuschriften habe die TLG dazu von Radebeulern erhalten. Neben einem positiven Tenor seien vor allem Wünsche nach Parkplätzen, einer direkten Querung über die Meißner Straße und einem Stadtplatz genannt worden. Zuletzt hat sich TLG zu einem Architekturkonzept positioniert. Ende Juli gingen beim Bauamt die Unterlagen für den geplanten Neubau ein.

Wurde über die Gestaltung des Baus länger gerungen, hatten sich Planer im Hinblick auf die Nutzung der Flächen zeitig festgelegt. Im unteren Geschoss soll ein rund 800 Quadratmeter großer Lebensmittelmarkt einziehen, zudem sind dort weitere Läden vorgesehen. Oben drüber sollen Räume entste- hen, die für Dienstleistungen genutzt werden können. Schwensen sagt jedoch, es sei noch nicht sicher, ob dort Büros oder vielleicht doch Wohnungen eingerichtet werden. "Im Zweifel sind Wohnungen bevorzugt", sagt Schwensen. Das hänge vom Bedarf ab. Bedarf an Wohnraum gibt es aber in Radebeul auf jeden Fall.

Im Bauamt lägen aber für den Neubau anstelle des Glasinvest-Hochhauses nur Anträge für Dienstleistungsräume vor, erklärt Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos). Wohnungen seien vielmehr perspektivisch bei der Nutzungsplanung für das höhere gelegene hintere Glasinvest-Areal im Gespräch. In Richtung Freiligrathstraße stehen momentan noch Baracken.

Anders als die bald bebauten Flächen im dortigen Eckbereich gehört das TLG-Areal zum Stadtsanierungsgebiet Radebeul-Ost. Über die Nutzung des Geländes macht sich die Stadt seit Jahren Gedanken. Denn seit dem Aus von Glasinvest wurden die Räume von diversen Unternehmen genutzt, auch der Kommunikationskonzern Vodafone war dort zum Beispiel einst Mieter.

Infolge der Untersuchungen für sein Einzelhandels- und Zentrenkonzept hat Radebeul den alten Glasinvest-Standort an der Hauptverkehrsader Meißner und der Hauptstraße hervorgehoben. Das alte Hochhaus solle durch einen Neubau ersetzt werden, der städtebaulich die Funktion eines Eingangstors in die Einkaufsmeile Hauptstraße erfüllt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.08.2012

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