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Getriebewerk in Pirna steht vor dem Aus

Insolvenzverfahren Getriebewerk in Pirna steht vor dem Aus

Nach rund 130 Jahren endet ein Stück Industriegeschichte in Pirna. Für das insolvente Getriebewerk gibt es keine Zukunft mehr in der Sandstein-Stadt. Der Betrieb wird zum 1. Juli dieses Jahres verkauft. Ein Teil der Produktion und die Hälfte der Belegschaft zieht nach Schmiedeberg um.

Das insolvente Getriebewerk in Pirna wird verkauft. Ein Teil der Produktion sowie die Hälfte der Belegschaft zieht nach Schmiedeberg um.
 

Quelle: Silvio Kuhnert/Archiv

Pirna.  Nach rund 130 Jahren endet ein Stück Industriegeschichte in Pirna. Für das insolvente Getriebewerk gibt es keine Zukunft mehr in der Sandstein-Stadt. Der Betrieb werde zum 1. Juli dieses Jahres verkauft, teilte Insolvenzverwalter Ralf Hage mit. Ein Tochterunternehmen der Schmiedeberger Gießerei übernimmt das Getriebewerk, allerdings nicht den gesamten, sondern nur einen Teil des Unternehmens und der Belegschaft. Die Produktion zieht nach Schmiedeberg um.

Der Dresdner Rechtsanwalt führte seit September vergangenen Jahres die Geschäfte der in Zahlungsschwierigkeiten gekommenen Firma. Wie er mitteilte, habe er seit der Amtsübernahme mit zahlreichen Interessenten verhandelt. „Letztlich war jedoch keiner bereit, dass Unternehmen in der jetzigen Form zu übernehmen und fortzuführen bzw. hierfür einen auch nur ansatzweise akzeptablen Kaufpreis zu bieten“, heißt es in der Mitteilung. Die Schmiedeberger Gießerei, ein Unternehmen der DIHAG Holding, war als Kunde und Lieferant zumindest an einer Teilübernahme der Fertigung interessiert.

Die Verhandlungen über die Konditionen der Übernahme haben sich mehrere Wochen hingezogen und waren zwischenzeitlich auch bereits mehrfach gescheitert. Am Ende wurde ein Kompromiss gefunden. „Auch wenn im Ergebnis nur rund die Hälfte der Belegschaft übernommen und das Unternehmen nach Schmiedeberg verlagert wird“, zeigte sich der Insolvenzverwalter mit der gefundenen Lösung – auch mangels anderer Alternativen – zufrieden. „Ein Teilerhalt ist immer noch besser als die sonst unmittelbar bevorstehende Betriebsschließung und Liquidation. Denn in der gegenwärtigen Form ist das Unternehmen nicht leistungsfähig und daher nicht auf Dauer fortführbar“, so Hage. 54 Mitarbeiter zählte das Werk zu Beginn des Insolvenzverfahrens. Nach dem Umzug des Geschäftsbetriebes Mitte des Jahres, wird der Verkauf des Werksgeländes an der Dresdner Straße forciert.

Von Silvio Kuhnert

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