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Geschichte zum Anschauen, Anfassen und Anziehen

Geschichte zum Anschauen, Anfassen und Anziehen

Auf der Festung Königstein steigen in diesem Jahr die Eintrittspreise. Ab Juni kostet für einen Erwachsenen ein Besuch der Anlage in der Sommersaison zwei Euro mehr. Der Preis für eine Familienkarte erhöht sich um vier Euro.

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Bildunterschrift Festung Königstein 1 ARCHIV - Besucher gehen am 15.09.2013 durch die Anlagen der Festung Königstein (Sachsen). Auf einer PK wird am 05. Februar zur neuen Dauerausstellung «In lapide regis - Auf dem Stein des Königs» informiert.

Quelle: Jan Woitas/dpa (zu lsn vom 05.02.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Königstein. In den Wintermonaten von Anfang November bis Ostern wird ein Ticket um einen Euro, die Familienkarte um drei Euro teurer im Vergleich zu heute. Die Preiserhöhung kündigte gestern Dr. Angelika Taube, Geschäftsführerin der Festung Königstein gGmbH an. Für die erhöhten Preise hat die Festungsanlage aber auch mehr zu bieten.

Als einen "Meilenstein" bezeichnete die Festungschefin die neue Dauerausstellung. Sie öffnet am 1. Mai ihre Pforten. "Zum ersten Mal wird die Geschichte von der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1241 bis zur Eröffnung des Museums 1955 gezeigt", sagte Taube. Mit 1200 Quadratmetern Fläche über zwei Etagen wird sie die wichtigste und größte Ausstellung auf dem Felsplateau sein. In ihr werden auch bislang wenig im Fokus stehende Themen wie die Zeit als Kriegsgefangenenlager oder als Jugendwerkhof dargestellt.

Die Dauerausstellung über 800 Jahre "in lapide regis" ("Auf dem Stein des Königs") wird derzeit in 33 Räumen der sanierten Westbebauung aufgebaut. Die Räumlichkeiten werden zum Teil erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Mehr als 450 museale Objekte dokumentieren das Leben auf der Festung. "25 Jahre haben wir historische Zeugnisse für die Ausstellung gesammelt", berichtete Taube. 1990 wurde die Idee zu einer Ausstellung über die Festungsgeschichte geboren. "Wir haben sie zielstrebig verfolgt", so Taube weiter.

Zur Veranschaulichung wichtiger historischer Ereignisse und Etappen kommen nicht nur die historischen Sammlungen, sondern auch Modelle, dreidimensionale Schaubilder und Figureninstallationen zum Einsatz. Vertiefendes Wissen können sich die Besucher an 30 Medienstationen holen. Zudem stehen Audioguides in drei Sprachen - deutsch, englisch und tschechisch - zur Verfügung. Ein Hauptaugenmerk legt die Festung auf Familien. So können Jungs im Soldatenkostüm und Mädchen in einem Barockkleid durch die Museumsräume wandeln. "Zudem wird in fast jedem Raum etwas für Kinder geboten", sagte Taube. Das reicht von Hör- bis hin zu Touchscreenstationen. So gilt es beispielsweise in einem interaktiven Spiel die Tafel August des Starken mit seinen Lieblingsspeisen zu decken. Wenn der Kurfürst lächelt, war das gewählte Gericht richtig, schiebt er es weg, war es falsch.

Durch die Dauerausstellung entstehen neue Arbeitsplätze auf der Festung. Für die Beleuchtung und Beheizung der neuen Ausstellungsräume, deren Wartung und Reinigung fallen Mehrausgaben an. Steigende Personal- und Betriebskosten führte Taube als Grund für die Erhöhung der Eintrittspreise an. Wer an einem Tag die Erkundung des Festungsanlage nicht schafft, kann sich registrieren lassen und innerhalb einer Woche ein zweites Mal kommen.

Im vorigen Jahr wurde bei der Besucherzahl seit 2008 wieder einmal die Halbe-Million-Marke geknackt. Insgesamt kamen 510 611 Menschen auf den Königstein. Einen Besucherrekord mit fast 45 000 Gästen verzeichnete der Weihnachtsmarkt an den Adventswochenenden. Ein Magnet war auch die Sonderausstellung mit zwei originalen Canalettobildern, Sie lockte allein rund 102 000 Besucher an.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.02.2015

Silvio Kuhnert

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