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"Gerade jetzt müssen wir helfen" - Radebeul plant Hilfstransport nach Obuchiw im April

"Gerade jetzt müssen wir helfen" - Radebeul plant Hilfstransport nach Obuchiw im April

Zwischen Hoffen und Tatendrang - so in etwa lässt sich die Gemütslage von Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) beschreiben, wenn er auf die Partnerstadt Obuchiw und die Lage in der Ukraine angesprochen wird.

"Wir haben die Riesenhoffnung, dass es zu einer Unterschrift unter ein Friedensabkommen kommt", sagt er mit Blick auf die heutigen Verhandlungen im weißrussischen Minsk. Die Hände in den Schoß legen, während internationale Spitzenpolitiker von Gipfeltreffen zu Krisensitzung eilen, will er aber auch nicht. "Gerade jetzt müssen wir helfen", sagt er. "Wenn so eine Partnerschaft nur in Schönwetter-Zeiten hält, braucht man sie nicht."

Voraussichtlich im April soll entsprechend der nächste Transport mit Hilfsgütern nach Obuchiw abfahren. Weil niemand genau sagen könne, wie sich die Lage im Land entwickeln werde, sei dazu jedoch noch nichts Definitives entschieden, sagt Wendsche. Auch nicht, ob wie zuletzt im September eine private Spedition mit der Fahrt betraut wird oder ob diese Aufgabe wie 2010 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Radebeul übernehmen. Vergangenen Herbst gingen Krankenhausbetten von den Elblandkliniken, Möbel zweier Klassenzimmer, hydraulische Scheren und Sprungpolster von der Feuerwehr, voll bepackte Schulranzen vom Lions Club, Schulsachen, Bekleidung und Spielsachen von der Kinderarche Sachsen, Brillen vom Luisenstift und Kinderbetten der Volkssolidarität in die Ukraine.

Der nun beabsichtige Transport soll sich vor allem auf das Krankenhaus konzentrieren. Von den in den Elblandkliniken ausrangierten Betten sei noch etwa ein Drittel in Radebeul. Außerdem wolle man deutschlandweit bei Kliniken nachfragen, ob sie eventuell außer Betrieb genommene, aber noch funktionstüchtige Geräte spenden wollen. Der Standard in ukrainischen Krankenhäuser ist nicht mit dem in Deutschland gewohnten zu vergleichen. So bringen die Patienten "außer der Schmerzspritze" alles von zu Hause mit: Kleidung, Laken, Medikamente, Verpflegung. Gelegen wird auf ganz normalen Betten, die weder beweglich noch höhenverstellbar sind.

Hilfsgüter speziell für Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten, von denen in Obuchiw 300 leben sollen, sind derzeit nicht geplant. Sie seien zumeist bei Verwandten untergekommen, auch wenn in Obuchiw "alle Hotels" belegt seien, wie Wendsche sagt.

Spenden für den Hilfstransport sammelt das Städtepartnerschaftskomitee Radebeul unter folgender Bankverbindung: Kontonummer 3100333305, Bankleitzahl 85055000, Sparkasse Meißen

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.02.2015

uh

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